Neueste Artikel aus der Praxis Viatris Gruppe Deutschland ANZEIGE Aktuelles Thema für die Arbeitsmedizin: „Grippeschutzimpfungen rechnen sich deutlich“ 03.08.2026 - ASU, die Zeitschrift für medizinische Prävention, verlieh in diesem Jahr einen „ASU Best Paper Award“ an Dr. Björn Schwander, Gründer der AHEAD GmbH in Bietigheim-Bissingen, und Prof. Dr. York Zöllner, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. ME/CFS in der betriebsärztlichen Praxis: die wichtigsten begleitenden Maßnahmen 31.07.2026 - Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die meist nach Infektionen auftritt und häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verbunden ist. Zentrales diagnostisches Merkmal ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine belastungsinduzierte Verschlechterung der Symptomatik mit verzögerter Erholung. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl postinfektiöser Erkrankungen nach der COVID-19-Pandemie gewinnt ME/CFS auch in der Arbeitsmedizin zunehmend an Bedeutung. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können wesentlich dazu beitragen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und geeignete Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung, zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement und zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit einzuleiten. Die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung (GBU Psyche) 31.07.2026 - Die Beurteilung psychosozialer Risiken im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird oft eher als gesetzliche Pflicht denn als praktisches Instrument wahrgenommen. Dieser Artikel verdeutlicht, dass eine wirksame Umsetzung den Fokus auf die Arbeitsbedingungen statt auf die einzelnen Beschäftigten legt und kontextspezifische Ansätze erfordert. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählen die Beteiligung der Beschäftigten, das Ausbalancieren von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Überführung der Ergebnisse in konkrete Maßnahmen. Eine gut gestaltete Arbeitsweise fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Leistungsfähigkeit und die organisationale Resilienz. Foto: l1gend - stock.adobe.com Die Einwilligungsfähigkeit Minderjähriger in der Arbeitsmedizin 31.07.2026 - Im arbeitsmedizinischen Alltag kommt es vor, dass auch minderjährige Personen anlässlich der arbeitsmedizinischen Vorsorge, zum Zwecke der Durchführung von Schutzimpfungen oder auch bei Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen vorstellig werden. Insbesondere in Bezug auf leichtinvasive Maßnahmen stellt sich allerdings für die Ärztin oder den Arzt dann immer die Fragestellung der Einwilligungsfähigkeit von Minderjährigen. Nachfolgender Beitrag erörtert diese Fragestellung in medizinrechtlicher Hinsicht. Foto: bulentbaris - stock.adobe.com Eignungsbeurteilungen in der arbeitsmedizinischen Praxis 31.07.2026 - Eignungsbeurteilungen sollen sicherstellen, dass Beschäftigte gefährliche Tätigkeiten ohne Risiko für sich oder andere verrichten können. Sie liegen in erster Linie im Interesse des Unternehmens und tangieren Grundrechte wie das Recht auf Selbstbestimmung und den Schutz medizinischer Daten. Mit der Einführung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) wurde auch gesetzlich geregelt, dass arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchungen nicht ohne weiteres vermischt werden dürfen. Auch die „DGUV‑Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und Untersuchungen“ (2024) trennen klar zwischen Vorsorge und Eignung. Der Beitrag beleuchtet die betrieblichen Spannungsfelder und zeigt praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten. Das Pflegepraxiszentrum Hannover – Innovation für die Pflege von morgen 31.07.2026 - Das Pflegepraxiszentrum Hannover verbindet Forschung und Praxis, um technologische Innovationen gezielt in die pflegerische Versorgung zu übertragen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Technik den Pflegealltag erleichtern und die Versorgungsqualität verbessern kann. Der Experimentierraum des Pflegepraxiszentrums Hannover macht Innovationen direkt erlebbar und stärkt die Kompetenzen von Pflegefachpersonen. Foto: 24K-Production- stoxk.adobe.com Kann Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gelingen? 31.07.2026 - Pflege durch Angehörige ist allgegenwärtig und gleichzeitig kaum sichtbar. Individuelle Bedingungen, betriebliche Strukturen und gesetzliche Regelungen definieren den Rahmen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Nicht-Vereinbarkeit kostet Arbeitskräftepotenziale und befördert Armut. Die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen pflegender Angehöriger muss über kostenfreie Wertschätzung hinausgehen, wenn die tragende Säule der informellen Pflege auch in Zukunft stabil bleiben soll. Fehlende Unterstützung für pflegende Angehörige in Österreich – das Beispiel ME/CFS 31.07.2026 - In Österreich fehlt es noch immer an spezialisierter medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung für Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), wodurch pflegende Angehörige massiv belastet werden. Viele Betroffene erhalten keine oder zu niedrige Pflegegeldeinstufungen, wodurch notwendige Unterstützungsleistungen verwehrt bleiben. Der Mangel an Ambulanzen, Forschungseinrichtungen und strukturellen Entlastungsangeboten zwingt Familien dazu, komplexe Pflegeaufgaben allein zu bewältigen. Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger fordert daher eine klare gesundheitspolitische Priorisierung und nachhaltige Verbesserungen der Versorgungssituation. Erfahrungsbericht: Pflege zuhause – um welchen Preis? 31.07.2026 - Pflegearbeit und Erwerbstätigkeit sind nebeneinander möglich, aber nicht immer eine gute Lösung, denn Pflegesituationen sind immer individuell. In diesem Beitrag berichtet der Autor über seine Erfahrungen aus über 20 Jahren häuslicher Pflege seiner Ehefrau und gleichzeitiger Erwerbsarbeit. Dies war nur möglich, weil er offen mit der Situation umging und sein Arbeitgeber großes Verständnis zeigte. Pflegende Angehörige von Menschen mit ME/CFS – eine wachsende Herausforderung für die Arbeitsmedizin 31.07.2026 - Ein erheblicher Teil der Menschen mit schwerem ME/CFS ist dauerhaft auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Die häusliche Versorgung wird überwiegend von Angehörigen übernommen, häufig über viele Jahre hinweg und unter erheblichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte gewinnt diese Situation zunehmend an Bedeutung, da viele pflegende Angehörige gleichzeitig berufstätig sind und Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege benötigen. Zehn Thesen zur Bürokratisierung bzw. Entbürokratisierung für einen effizienten Arbeitsschutz aus arbeitsmedizinischer Sicht1 30.06.2026 - Bürokratie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, nicht nur den Arbeitsschutz. Prinzipiell ist die Bürokratisierung der zentrale Prozess und die Grundlage, durch den Organisationen und soziale Systeme strukturiert, formalisiert und durch eine Reihe von Regeln und Verfahren gesteuert werden. Richtig verstanden ist Bürokratie per definitionem also ein zentraler Ordnungsfaktor in allen Bereichen unseres gesamtgesellschaftlichen Zusammenlebens und ist letztendlich ein wichtiger Garant für Leistung, Effizienz, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Bürokratie ist ein wichtiger Schutz vor Willkür und zentraler Bestandteil unserer Demokratie. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien in der Arbeitsmedizin 30.06.2026 - Die Arbeitsmedizin bedient sich zunehmend digitaler Medien und telemedizinischer Anwendungen. Datenschutz, Vertrauenswürdigkeit, Schweigepflicht und andere grundlegende Anforderungen an ärztliches Handeln setzen dazu einen Rahmen, der Eingang in mehrere Regelungen gefunden hat. Diese werden in einer Synopse nebeneinandergestellt und kommentiert. Foto: Premium Graphics / stock.adobe.com Apps in der arbeitsmedizinischen Betreuung 30.06.2026 - Digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in die betriebliche Praxis. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Einsatzfelder und beleuchtet Funktionen, die speziell für die arbeitsmedizinische Betreuung von Bedeutung sind. Neben konkreten Beispielen enthält er auch praxisnahe Hinweise zur Nutzung digitaler Tools. Unser zweiteiliger Beitrag bietet einen systematischen Überblick: Teil 1 (erschienen in ASU 9/2025) stellte den Einsatz von Apps im klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der arbeitsmedizinischen Praxis vor. Der folgende Teil 2 geht auf spezielle Apps für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der arbeitsmedizinischen Betreuung ein. Klimawandel: Risiken für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb 30.06.2026 - Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf Arbeitsplätze und Tätigkeiten aus. Eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie zeigt, wie Betriebsärztinnen und -ärzte klimabedingte Risiken einschätzen und welche Gefährdungen sie als besonders relevant wahrnehmen. Der Beitrag beleuchtet zudem den Stand der betrieblichen Auseinandersetzung und bestehende Präventionsmaßnahmen. Foto: cusniatul - stock.adobe.com Klimafreundliche Ernährung im Betrieb – ein betriebsärztliches Handlungsfeld 30.06.2026 - Klimawandel und ungesunde Ernährung sind zwei der bedeutendsten Gesundheitsrisiken unserer Zeit – und sie sind eng miteinander verknüpft. Die Planetary Health Diet bietet als weltweite Referenzernährung einen wissenschaftlich fundierten Rahmen, der individuelle Gesundheit und planetare Nachhaltigkeit verbindet. Die für Deutschland gültigen Ernährungsempfehlungen wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eröffnen sich konkrete Handlungsoptionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Hitzefolgen und Hitzeprävention im Betrieb 30.06.2026 - Der betriebsärztlich propagierte Hitzeschutz sollte immer eng mit Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verknüpft sein, da der bei weitem beste Hitzeschutz immer der Klimaschutz sein wird. Es sollten also nicht nur die Klimaanpassung – also der klassische Hitzeschutz –, sondern auch die Mitigation – also die Verminderung der Klimafolgen durch Klimaschutz – ihren Platz in der Arbeit der Arbeitsmediziner und Arbeitsmedizinerinnen finden. Foto: Natchanok - stock.adobe.com Hitzeschutzpläne für Unternehmen 30.06.2026 - Durch den Klimawandel kommt es – jahreszeitlich bedingt – immer häufiger zu Hitzewellen mit Temperaturen über 30 °C. Daher sind Hitzeschutzpläne für die Beschäftigten in den Unternehmen eine notwendige Hitzeanpassungsmaßnahme. Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit im betrieblichen Setting 30.06.2026 - Der Klimawandel und der damit verbundene Temperaturanstieg haben erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Extremwetterereignisse, wie Hitze, die Ausbreitung heimischer und nicht-heimischer Allergene und vektorassoziierter Infektionskrankheiten, haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere bei Outdoor-Workern, bei Menschen mit Vorerkrankungen und vulnerablen Personen. Gesundheitsschutz für alle und Arbeitsschutz können nur gemeinsam und unter Einbeziehung von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und jedem Einzelnen gelingen. Gemeinsam können die dafür erforderlichen Vermeidungs-, Schutz- und Anpassungsstrategien entwickelt und umgesetzt werden und zur Klimaresilienz beitragen. Foto: International SOS Berufliche Auslandsreisen 29.05.2026 - Berufliche Auslandsreisen können besondere Gefährdungen darstellen. Diese Gefährdungen müssen beurteilt werden, aus somatischer, infektiologischer und Gesundheitssystem-Sicht. Die gesetzlichen Grundlagen sind in Deutschland mit der EU-Direktive 89/391/EWG, dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsmedizinischen Vorsorge klar. Internationale Grundlagen, wie die ISO31030 Leitlinie, nennen weitere fachliche Prämissen. Digitales Impfmanagement in der Arbeitsmedizin 29.05.2026 - Impfungen sind Kern der arbeitsmedizinischen Prävention – doch Impfstatus, Indikationen und Auffrischungen gehen im Alltag leicht unter. Ein digitales Impfmanagement verknüpft Impfstofflogistik, indikationsbasierte Planung, Recall und Dokumentation (inkl. ePA) und macht Impfprozesse nachvollziehbar, effizient und rechtssicher. Foto: Racamani - stock.adobe.com Impfindikation bei Auslandstätigkeiten 29.05.2026 - Die Empfehlungen der STIKO fokussieren primär auf Inlandsgefährdungen sowie den touristischen Individualschutz. Spezifische Gefährdungsprofile beruflicher Auslandstätigkeiten bleiben dabei oft unberücksichtigt, obwohl Berufs- und Umfeldgefährdungen hier verschmelzen. In der internationalen Arbeitsmedizin besteht an dieser Stelle eine Beratungslücke. Der vorliegende Artikel analysiert am Beispiel von Dengue und Chikungunya die Notwendigkeit einer erweiterten arbeitsmedizinischen Indikationsstellung bei Impfungen. Unter Berücksichtigung der STIKO-Öffnungsklausel, kumulativer Gefährdungen und der Qualität lokaler Versorgungsstrukturen wird aufgezeigt, wie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Gefährdungsbeurteilungen im Sinne der ArbMedVV und AMR 6.6 rechtssicher nutzen können, um unter anderem auch Berufskrankheiten (BK 3104) im Auslandseinsatz zu verhüten. Fallbeispiel: Hundebiss in Mexiko 29.05.2026 - Ein 40-jähriger Mitarbeitender eines Technologieunternehmens wurde 2024 in Mexiko auf dem Weg vom Firmengelände zu seinem Taxi von einem wildlebenden Hund gebissen. Die fachliche Betreuung im Rahmen des betrieblichen Case-Managements zeigte viele Herausforderungen bei einer ärztlichen Akutbehandlung im Ausland und ergab wichtige Erkenntnisse für die reisemedizinische Beratung. Arboviren im arbeitsmedizinischen Kontext 29.05.2026 - Arbovirosen sind weltweit zunehmende, durch Arthropoden übertragene Virusinfektionen mit wachsender Bedeutung für die Arbeitsmedizin. Berufliche Expositionen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten oder Tätigkeiten im Freien, erhöhen das Infektionsrisiko. Im Fokus stehen Prävention, Impfstrategien und individuelle Risikobewertung. Der Beitrag gibt einen praxisorientierten Überblick für die betriebsärztliche Beratung. Eosinophilie nach Auslandsaufenthalt – was tun? 29.05.2026 - Eine Eosinophilie-Abklärung kann im klinischen Alltag eine diagnostische Herausforderung darstellen. Das ätiologische Spektrum umfasst allergische, infektiöse, inflammatorische und neoplastische Ursachen; auch Helmintheninfektionen – meist im Kontext eines Auslandsaufenthalts erworben – sind zu berücksichtigen. Dieser Beitrag bietet eine Orientierung zur Abklärung einer reiseassoziierten Eosinophilie mit dem Ziel der frühzeitigen Diagnosestellung und Vermeidung von Folgeschäden. Pflichtvorsorge bei Auslandsaufenthalten 29.05.2026 - Welche reisemedizinische Vorsorge ist bei Dienstreisen ins Ausland verpflichtend – und wer entscheidet das und wie? Diese Unterlage zeigt praxisnahe Entscheidungswege auf Basis der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und einer dynamischen Ampellogik (Grün/Gelb/Rot). Sie unterstützt Führungskräfte und Reisende dabei, Risiken systematisch zu bewerten, Pflichtvorsorge korrekt abzuleiten und die Vorbereitung inklusive Beratung, Impfungen, Reiseapotheke und Dokumentation transparent umzusetzen. Mehr anzeigen