Neueste Artikel aus der Praxis Zehn Thesen zur Bürokratisierung bzw. Entbürokratisierung für einen effizienten Arbeitsschutz aus arbeitsmedizinischer Sicht1 30.06.2026 - Bürokratie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, nicht nur den Arbeitsschutz. Prinzipiell ist die Bürokratisierung der zentrale Prozess und die Grundlage, durch den Organisationen und soziale Systeme strukturiert, formalisiert und durch eine Reihe von Regeln und Verfahren gesteuert werden. Richtig verstanden ist Bürokratie per definitionem also ein zentraler Ordnungsfaktor in allen Bereichen unseres gesamtgesellschaftlichen Zusammenlebens und ist letztendlich ein wichtiger Garant für Leistung, Effizienz, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Bürokratie ist ein wichtiger Schutz vor Willkür und zentraler Bestandteil unserer Demokratie. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien in der Arbeitsmedizin 30.06.2026 - Die Arbeitsmedizin bedient sich zunehmend digitaler Medien und telemedizinischer Anwendungen. Datenschutz, Vertrauenswürdigkeit, Schweigepflicht und andere grundlegende Anforderungen an ärztliches Handeln setzen dazu einen Rahmen, der Eingang in mehrere Regelungen gefunden hat. Diese werden in einer Synopse nebeneinandergestellt und kommentiert. Foto: Premium Graphics / stock.adobe.com Apps in der arbeitsmedizinischen Betreuung 30.06.2026 - Digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in die betriebliche Praxis. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Einsatzfelder und beleuchtet Funktionen, die speziell für die arbeitsmedizinische Betreuung von Bedeutung sind. Neben konkreten Beispielen enthält er auch praxisnahe Hinweise zur Nutzung digitaler Tools. Unser zweiteiliger Beitrag bietet einen systematischen Überblick: Teil 1 (erschienen in ASU 9/2025) stellte den Einsatz von Apps im klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der arbeitsmedizinischen Praxis vor. Der folgende Teil 2 geht auf spezielle Apps für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der arbeitsmedizinischen Betreuung ein. Klimawandel: Risiken für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb 30.06.2026 - Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf Arbeitsplätze und Tätigkeiten aus. Eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie zeigt, wie Betriebsärztinnen und -ärzte klimabedingte Risiken einschätzen und welche Gefährdungen sie als besonders relevant wahrnehmen. Der Beitrag beleuchtet zudem den Stand der betrieblichen Auseinandersetzung und bestehende Präventionsmaßnahmen. Foto: cusniatul - stock.adobe.com Klimafreundliche Ernährung im Betrieb – ein betriebsärztliches Handlungsfeld 30.06.2026 - Klimawandel und ungesunde Ernährung sind zwei der bedeutendsten Gesundheitsrisiken unserer Zeit – und sie sind eng miteinander verknüpft. Die Planetary Health Diet bietet als weltweite Referenzernährung einen wissenschaftlich fundierten Rahmen, der individuelle Gesundheit und planetare Nachhaltigkeit verbindet. Die für Deutschland gültigen Ernährungsempfehlungen wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eröffnen sich konkrete Handlungsoptionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Hitzefolgen und Hitzeprävention im Betrieb 30.06.2026 - Der betriebsärztlich propagierte Hitzeschutz sollte immer eng mit Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verknüpft sein, da der bei weitem beste Hitzeschutz immer der Klimaschutz sein wird. Es sollten also nicht nur die Klimaanpassung – also der klassische Hitzeschutz –, sondern auch die Mitigation – also die Verminderung der Klimafolgen durch Klimaschutz – ihren Platz in der Arbeit der Arbeitsmediziner und Arbeitsmedizinerinnen finden. Foto: Natchanok - stock.adobe.com Hitzeschutzpläne für Unternehmen 30.06.2026 - Durch den Klimawandel kommt es – jahreszeitlich bedingt – immer häufiger zu Hitzewellen mit Temperaturen über 30 °C. Daher sind Hitzeschutzpläne für die Beschäftigten in den Unternehmen eine notwendige Hitzeanpassungsmaßnahme. Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit im betrieblichen Setting 30.06.2026 - Der Klimawandel und der damit verbundene Temperaturanstieg haben erhebliche Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Extremwetterereignisse, wie Hitze, die Ausbreitung heimischer und nicht-heimischer Allergene und vektorassoziierter Infektionskrankheiten, haben negative Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere bei Outdoor-Workern, bei Menschen mit Vorerkrankungen und vulnerablen Personen. Gesundheitsschutz für alle und Arbeitsschutz können nur gemeinsam und unter Einbeziehung von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und jedem Einzelnen gelingen. Gemeinsam können die dafür erforderlichen Vermeidungs-, Schutz- und Anpassungsstrategien entwickelt und umgesetzt werden und zur Klimaresilienz beitragen. Foto: International SOS Berufliche Auslandsreisen 29.05.2026 - Berufliche Auslandsreisen können besondere Gefährdungen darstellen. Diese Gefährdungen müssen beurteilt werden, aus somatischer, infektiologischer und Gesundheitssystem-Sicht. Die gesetzlichen Grundlagen sind in Deutschland mit der EU-Direktive 89/391/EWG, dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsmedizinischen Vorsorge klar. Internationale Grundlagen, wie die ISO31030 Leitlinie, nennen weitere fachliche Prämissen. Digitales Impfmanagement in der Arbeitsmedizin 29.05.2026 - Impfungen sind Kern der arbeitsmedizinischen Prävention – doch Impfstatus, Indikationen und Auffrischungen gehen im Alltag leicht unter. Ein digitales Impfmanagement verknüpft Impfstofflogistik, indikationsbasierte Planung, Recall und Dokumentation (inkl. ePA) und macht Impfprozesse nachvollziehbar, effizient und rechtssicher. Foto: Racamani - stock.adobe.com Impfindikation bei Auslandstätigkeiten 29.05.2026 - Die Empfehlungen der STIKO fokussieren primär auf Inlandsgefährdungen sowie den touristischen Individualschutz. Spezifische Gefährdungsprofile beruflicher Auslandstätigkeiten bleiben dabei oft unberücksichtigt, obwohl Berufs- und Umfeldgefährdungen hier verschmelzen. In der internationalen Arbeitsmedizin besteht an dieser Stelle eine Beratungslücke. Der vorliegende Artikel analysiert am Beispiel von Dengue und Chikungunya die Notwendigkeit einer erweiterten arbeitsmedizinischen Indikationsstellung bei Impfungen. Unter Berücksichtigung der STIKO-Öffnungsklausel, kumulativer Gefährdungen und der Qualität lokaler Versorgungsstrukturen wird aufgezeigt, wie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Gefährdungsbeurteilungen im Sinne der ArbMedVV und AMR 6.6 rechtssicher nutzen können, um unter anderem auch Berufskrankheiten (BK 3104) im Auslandseinsatz zu verhüten. Fallbeispiel: Hundebiss in Mexiko 29.05.2026 - Ein 40-jähriger Mitarbeitender eines Technologieunternehmens wurde 2024 in Mexiko auf dem Weg vom Firmengelände zu seinem Taxi von einem wildlebenden Hund gebissen. Die fachliche Betreuung im Rahmen des betrieblichen Case-Managements zeigte viele Herausforderungen bei einer ärztlichen Akutbehandlung im Ausland und ergab wichtige Erkenntnisse für die reisemedizinische Beratung. Arboviren im arbeitsmedizinischen Kontext 29.05.2026 - Arbovirosen sind weltweit zunehmende, durch Arthropoden übertragene Virusinfektionen mit wachsender Bedeutung für die Arbeitsmedizin. Berufliche Expositionen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten oder Tätigkeiten im Freien, erhöhen das Infektionsrisiko. Im Fokus stehen Prävention, Impfstrategien und individuelle Risikobewertung. Der Beitrag gibt einen praxisorientierten Überblick für die betriebsärztliche Beratung. Eosinophilie nach Auslandsaufenthalt – was tun? 29.05.2026 - Eine Eosinophilie-Abklärung kann im klinischen Alltag eine diagnostische Herausforderung darstellen. Das ätiologische Spektrum umfasst allergische, infektiöse, inflammatorische und neoplastische Ursachen; auch Helmintheninfektionen – meist im Kontext eines Auslandsaufenthalts erworben – sind zu berücksichtigen. Dieser Beitrag bietet eine Orientierung zur Abklärung einer reiseassoziierten Eosinophilie mit dem Ziel der frühzeitigen Diagnosestellung und Vermeidung von Folgeschäden. Pflichtvorsorge bei Auslandsaufenthalten 29.05.2026 - Welche reisemedizinische Vorsorge ist bei Dienstreisen ins Ausland verpflichtend – und wer entscheidet das und wie? Diese Unterlage zeigt praxisnahe Entscheidungswege auf Basis der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und einer dynamischen Ampellogik (Grün/Gelb/Rot). Sie unterstützt Führungskräfte und Reisende dabei, Risiken systematisch zu bewerten, Pflichtvorsorge korrekt abzuleiten und die Vorbereitung inklusive Beratung, Impfungen, Reiseapotheke und Dokumentation transparent umzusetzen. Foto: Günther Slesak Abdominalbeschwerden nach Tropenaufenthalt 29.05.2026 - Bei und nach Tropenaufenthalten treten Abdominalbeschwerden deutlich häufiger auf. Spätestens wenn auch eine Eosinophilie im peripheren Blut vorliegt, muss eine parasitäre Ursache ausgeschlossen werden. Was hierbei zu beachten ist, wird anhand eines Fallberichts aufgezeigt. Das neue Mutterschutzgesetz 2025 in der betrieblichen Praxis 29.05.2026 - Der arbeitsrechtliche Mutterschutz ist für Unternehmen von zentraler Bedeutung, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen und zugleich eine möglichst störungsfreie Fortführung der Beschäftigung zu ermöglichen. Der folgende Artikel stellt die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen und konkrete Handlungspflichten für den betrieblichen Alltag dar. Best-Practice-Beispiele für Präventionsangebote im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) 29.05.2026 - Der Implementierung von präventiven Gesundheitsangeboten kommt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement eine wichtige Rolle zu, um Langzeiterkrankungen und damit verbundene Ausfallzeiten für Mitarbeitende und Unternehmen möglichst frühzeitig zu vermeiden. Dabei gilt es, die individuellen und organisatorischen Belastungsfaktoren der Beschäftigten zu analysieren und passgenaue präventive Maßnahmen zu entwickeln. Die vorliegende ASU-Serie will in loser Abfolge Beispiele für die vielfältigen Lösungsansätze bieten. Foto: Hansa & Party - stock.adobe.com Absicherung von Auslandsreisen 29.05.2026 - Die zunehmende Globalisierung auch in der Arbeitswelt bedingt in Teilen, dass Beschäftigte auch ins Ausland entsendet werden, um dort ihre Arbeitsleistung zu erbringen. Dies wirft aus Sicht des Arbeitgebers immer die Fragestellung auf, welche Maßnahmen in Bezug auf mögliche Erkrankungen im Ausland zu treffen sind und welche Absicherung bereits nach deutschem Recht diesbezüglich besteht. Nachfolgender Artikel erläutert die wesentlichen rechtlichen Begleitumstände bei der Entsendung von Beschäftigten ins Ausland. Prasanth - stock.adobe.com Chronisch krank und trotzdem im Job – wissenschaftlich fundierte Hilfe für Betroffene & Unternehmen 27.05.2026 - Mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen in Deutschland lebt mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Viele von ihnen stehen regelmäßig vor der Frage: Arbeiten trotz Krankheitsgefühl oder krankmelden? Damit beschäftigt sich die AmiChoro. Beruflich erworbene Tuberkulose – Vorsorge an der Schnittstelle von ArbMedVV und IfSG 30.04.2026 - Die Tuberkulose (TB) ist in Deutschland selten geworden. Dennoch haben Beschäftigte im Gesundheitswesen weiterhin ein erhöhtes Infektionsrisiko. Daher werden bei ihnen anlassbezogene Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt. Diese werden sowohl von der Verordnung für Arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV) als auch vom Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorgeschrieben. Um Doppeluntersuchungen zu vermeiden, sind enge Kooperationen zwischen den Betriebsärzten und -ärztinnen sowie den Gesundheitsämtern notwendig. Die entsprechenden Absprachen sollten vorab unabhängig von auftretenden Erkrankungen getroffen werden. Gewalt im Arbeitskontext des Gesundheitswesens 30.04.2026 - Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen ist längst kein Randphänomen mehr. In vielen Bereichen der medizinischen und pflegerischen Versorgung hat sich eine Entwicklung vollzogen, die Fachkräfte zunehmend belastet und auch für die Betriebsmedizin immer mehr an Bedeutung zunimmt. Während Gewalt früher als Ausnahme galt, berichten Mitarbeitende heute vielerorts von einer neuen Normalität: Beleidigungen, Bedrohungen, körperliche Übergriffe oder sexuelle Grenzverletzungen gehören für viele Beschäftigte inzwischen zum Arbeitsalltag. Foto: Zerbor - stock.adobe.com Der Betriebsarzt im Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) 30.04.2026 - Der Betriebsarzt1 nimmt im Rahmen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) nach § 167 Abs. 2 SGB IX eine Schlüsselrolle ein: Er übersetzt medizinische Befunde in arbeitsplatzbezogene Handlungsempfehlungen, ohne Diagnosen preiszugeben. Zugleich unterliegt er strengen Grenzen durch ärztliche Schweigepflicht (§ 203 StGB), Datenschutzrecht und seine ausschließlich beratende Funktion. Der Beitrag zeigt auf Grundlage einer arbeitsrechtlich-dogmatischen Analyse und der aktuellen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, welche konkreten Aufgaben dem Betriebsarzt im BEM zukommen, wo seine rechtlichen Grenzen verlaufen und welche Bedeutung seine Mitwirkung für die dreistufige Verhältnismäßigkeitsprüfung bei krankheitsbedingten Kündigungen hat. Das BEM konkretisiert den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und wirkt als präventives Instrument zur Sicherung des Arbeitsverhältnisses. Seine ordnungsgemäße Durchführung hat zugleich erhebliche prozessuale Folgen im Hinblick auf die Darlegungs- und Beweislast des Arbeitgebers. Fundierte juristische Kenntnisse sind für Betriebsärzte daher keine akademische Kür, sondern praktische Notwendigkeit. Zusammenarbeit von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärztin/Betriebsarzt– ein Praxisbericht 30.04.2026 - Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärztinnen/Betriebsärzte arbeiten seit Jahrzehnten Seite an Seite in der Beratung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in Unternehmen. Diese Zusammenarbeit ist ein Erfolgsgarant für die Wirksamkeit von Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen. Veränderungen durch die „neue Arbeitswelt“ führen dazu, dass sich die Zusammenarbeit verändern und verbessern muss. Ein erster Schritt ist, sich dessen bewusst zu sein. Rehabilitationsbedarf – betriebsärztliche Vorsorge an der Schnittstelle zur DRV Bund 30.04.2026 - Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund), mit über 23 Mio. Versicherten größter der 16 Rentenversicherungsträger in Deutschland, finanziert Leistungen zur medizinischen Rehabilitation insbesondere für Beschäftigte, deren Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist. Mehr anzeigen