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Neueste Artikel aus der Praxis

Tabelle 1:   Gegenüberstellung der bisherigen Praxis im Umgang mit postinfektiösen Erkrankungen und den evidenzbasierten Vorgaben der Leopoldina

Postinfektiöse Erkrankungen: Was die Leopoldina-Stellungnahme für Arbeitsmedizin, Rehabilitation und Sozialmedizin bedeutet

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Paradigmenwechsel in Reha und Arbeitsmedizin: Die aktuelle Stellungnahme der Leopoldina ordnet postinfektiöse Erkrankungen wie Long-COVID und ME/CFS unmissverständlich als somatische Systemerkrankungen ein. Für Betriebsärzte, Gutachter und Reha-Mediziner erfordert dies ein Umdenken. Bei Vorliegen von Post-Exertional Malaise (PEM) sind klassische Aktivierungstherapien kontraindiziert. Dieser Beitrag zeigt, wie Pacing, flexible Wiedereingliederung und eine sachgerechte sozialmedizinische Beurteilung in der Praxis gelingen können.

Abb. 1:   Themenschwerpunkte zu den fünf Befragungszeitpunkten im Verlauf der Teilnahme an EVA-Lunge (eigene Darstellung)

Prämierte Kongress-Poster

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Kongresse bieten immer viel Neues: Während die Referierenden im Hörsaal mit exzellenten Präsentationen viele interessierte Besucherinnen und Besucher erreichen, führen die Forschungsergebnisse aus Postern manchmal nur ein Schattendasein. Sie stehen oft dicht-an-dicht in Ecken des Veranstaltungsortes und es bleibt selten Zeit, sie alle gebührend zur Kenntnis zu nehmen. Doch auch hinter Postern steckt oft jede Menge Arbeit und manch interessantes Detail.

Abb. 1:   Prozess zur Ableitung und Umsetzung von BGM-Maßnahmen bei Merck. Das Kennzahlensystem unterstützt insbesondere bei den Schritten 1 und 4

Kennzahlen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

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In Zeiten einer sehr angespannten Wirtschaftslage stehen viele Unternehmen unter einem enormen wirtschaftlichen Druck. In viele Fällen reagieren die Unternehmen darauf u. a. mit Transformationsprogrammen und einer Reduktion der Mitarbeiterzahlen, was wiederrum häufig mit Unsicherheit, Ängsten und einer erhöhten Stressbelastung seitens der Mitarbeitenden einhergeht.

Zahn- und Mundgesundheit bei arbeitsbezogenen Belastungen

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Klinische Relevanz: Beschwerden an Zähnen, Zahnfleisch, Mundschleimhaut oder Kiefergelenken können durch arbeitsbezogene Bedingungen verstärkt werden, wobei Arbeitsbedingungen und Arbeitsumfeld oft nicht die alleinigen Ursachen oraler Erkrankungen sind. Relevant sind insbesondere berufliche Säureexpositionen, häufige zucker- oder säurehaltige Zwischenmahlzeiten, eingeschränkte Trink- und Pausenzeiten, trockene Raumluft sowie psychische Bela- stung. Arbeitsmedizinisch besonders zu beachten sind Zahnhartsubstanzschäden bei Tätigkeiten mit Säuren.

Abb. 1:    Erlernter Gesundheitsberuf (AFa) (eigene Darstellung)

Versorgungswirksamkeit der Ausbildungen zur Arbeitsmedizinerin/zum Arbeitsmedi­ziner und zum ­Arbeitsmedizinischen Fachdienst (AFa) in Österreich

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Eine aktuelle Erhebung unter Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern (AMed) sowie unter Angehörigen des Arbeitsmedizinischen Fachdienstes (AFa) untersucht, in welchem Ausmaß die Absolventinnen und Absolventen beider Ausbildungen nachhaltig zur arbeitsmedizinischen Versorgung beitragen. Zu diesem Zweck wurden unter anderem die Quote der langfristig in diesen Präventivberufen verbleibenden Personen sowie die von ihnen geleisteten durchschnittlichen Präventionszeiten erhoben. Auf Basis dieser Daten wurde der aktuelle und zukünftige Bedarf an AMed und AFa berechnet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die in den vergangenen Jahren befürchtete Versorgungslücke wesentlich entschärft werden konnte.

Abb. 1:   Anteil der Beschäftigten mit mehr als 30 Arbeitsunfähigkeitstagen, die ein Angebot zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) erhalten haben und derjenigen, die dieses Angebot angenommen haben (BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 und 2024, in Anlehnung an Wrage et al. 2025)

Das Betriebliche Eingliederungs­management (BEM) – ein Update (Teil 1)

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Das Instrument des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) ist seit 2004 im Neunten Sozialgesetzbuch verankert (§ 167 Abs. 2 SGB IX). Danach muss der Arbeitgeber denjenigen Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig oder teilweise arbeitsunfähig waren, ein BEM anbieten. Ziel ist es, die Rückkehr von erkrankten Beschäftigten an den Arbeitsplatz zu unterstützen und deren Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern. Das BEM hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt aufgrund der großen Herausforderungen, vor denen die Unternehmen aktuell stehen: die Bewältigung des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels oder auch die stetige Zunahme von Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen.

Tuberkulosescreening: Neue S3-Leitlinie zur Prävention von Tuberkulose für neu zugewanderte Menschen veröffentlicht

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Die neu veröffentlichte S3-Leitlinie fordert eine komplette Neuausrichtung beim Tuberkulosescreening für neu zugewanderte Menschen. Grundlage für die Untersuchungen ist das Infektionsschutzgesetz, das bei der Aufnahme in Gemeinschaftsunterkünfte ein ärztliches Zeugnis darüber vorsieht, dass keine Anhaltspunkte für eine ansteckungsfähige Lungentuberkulose vorliegen. Während bisher meist standardmäßig Röntgenaufnahmen der Lunge durchgeführt wurden, ermöglichen gesetzliche Neuerungen vermehrt den Einsatz immunologischer Tests. Die Debatte über das richtige Vorgehen wurde vor allem durch die Migrationsbewegungen ab 2015 sowie die hohe Zahl geflüchteter Kinder und Jugendlicher aus der Ukraine neu entfacht. Der Text erläutert die Hintergründe dieser Aktualisierung und differenziert dabei zwischen dem klassischen Tbc-Screening und der gezielten TBI-Unter­suchung.

Tabelle 1:   Typische Konstellationen in fünf Branchen: Branchenspezifische Risikokonstellationen und Ansatzpunkte für die arbeitsmedizinische Praxis. In der Landwirtschaft können zusätzliche Risiken durch Außenarbeit entstehen. Arbeit im Freien kann durch Hitze, UV-Strahlung, Niederschläge, Wind oder Gewitter zusätzlich belastet sein. Für Außenarbeitsplätze stehen inzwischen konkretisierte Arbeitsschutzanforderungen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung. Von großer Bedeutung sind bei hoher Wärmebelastung vor allem Arbeitsorganisation, Trinkmöglichkeiten, Pausen, Beschattung und die frühzeitige Erkennung hitzebedingter Beschwerden

Arbeitsmigration in Hochrisikobranchen

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Arbeitsmigration ist an sich kein Gesundheitsrisiko. Wenn jedoch belastende Arbeit, Verständigungsprobleme und unsichere Beschäftigung auf­einandertreffen, erreichen die nötigen Schutzmaßnahmen die Beschäftigten möglicherweise nicht. Der Beitrag zeigt, wie verständliche Unterweisungen, vertrauliche Beratung und ein Blick auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen die Prävention verbessern können.

Psychische Belastungen bei Geflüchteten

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Geflüchtete Menschen begegnen dem deutschen Gesundheitswesen meist in einer Phase extremer Unsicherheit. Akute medizinische Fragen stehen dann häufig im Vordergrund, wie etwa die infektiologische Erstuntersuchung, die Versorgung akuter Beschwerden und die Unterbringung im Ankunftssystem. Das Interview zeigt jedoch, dass Gesundheit nach Flucht und Migration wesentlich breiter gedacht werden muss. Entscheidend sind nicht nur der Krieg, die Gewalt oder die Flucht selbst, sondern auch die Bedingungen nach der Ankunft. Hierzu gehören vor allem der Aufenthaltsstatus, die Wohnsituation, Sprachbarrieren, der Zugang zu den in dieser Situation wichtigen Informationen, die psychosoziale Stabilisierung und später die Perspektive auf Bildung und Arbeit.

Gesundheitliche Folgen von Arbeitsmigration aus Public-Health-Sicht

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Arbeitsmigration ist für viele Volkswirtschaften unverzichtbar, kann jedoch mit erheblichen gesundheitlichen Belastungen der Migrierenden einhergehen. Der vorliegende Beitrag betrachtet diese aus einer intersektionalen Perspektive und untersucht das Zusammenspiel von Arbeitsbedingungen, rechtlichem Status, sozialer Absicherung, Wohn- und Lebensbedingungen sowie Zugängen zur Gesundheitsversorgung. Im Fokus steht die Frage, wie sich Belastungen und Ressourcen zwischen unterschiedlichen Gruppen von Arbeitsmigrantinnen und -migranten verteilen und gegenseitig verstärken können. Abschließend werden Ansatzpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung diskutiert. Dabei wird insbesondere die Rolle betrieblicher Gesundheitsförderung als Schnittstelle zwischen individueller Unterstützung und struktureller Gestaltung betrachtet.

Arbeitsmigration im Betrieb

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Der Artikel befasst sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Arbeitsmigration. In vielen Studien zeigen Arbeitsmigrantinnen und -migranten bei der Ankunft im Aufnahmeland günstigere Gesundheitsindikatoren. Jedoch scheint sich dieser Effekt mit der Zeit abzuschwächen. Der Artikel analysiert einige der zugrunde liegenden Ursachen dafür und schlägt präventive Ansätze zur Schaffung sicherer Arbeitsumgebungen vor.

Abb. 1:    Schultergelenk mit kritischem Schulterwinkel (eigene Darstellung)

Rotatorenmanschettenruptur bei ­einer Pflegekraft – ein Fallbeispiel zur neuen BK 2117

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Die Rotatorenmanschette der Schulter wird durch mehrere Sehnen gebildet. Die am häufigsten von Läsionen betroffene ist dabei die Supraspinatussehne. Verschiedene berufliche Expositionen können das Risiko für eine Rotatorenmanschettenläsion (RML) erhöhen. Im April 2025 wurde die RML in die Liste der Berufskrankheiten (BK) unter der Ziffer 2117 aufgenommen. Wie bei neuen BK üblich, bestehen trotz der ausführlichen wissenschaftlichen Begründung für diese BK noch Unsicherheiten, in welchen Situationen eine Meldung als Verdachtsfall sinnvoll ist und wie diese Fälle begutachtet werden sollen. An dieser Stelle wird ein Fallbeispiel einer Pflegekraft präsentiert, die die arbeitstechnischen Voraussetzungen für eine BK 2117 erfüllt, bei der der Gutachter jedoch eine Ablehnung der BK aufgrund eines erhöhten Schulterwinkels im Röntgenbild empfiehlt. Nach kritischer Würdigung der Literatur kam die interne Qualitätssicherung der betroffenen Berufsgenossenschaft bei der Begutachtung jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Arbeitsunfähigkeitsatteste: Nicht die Patienten, sondern die Ärzte, Juristen und Politiker sind verantwortlich

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Die Debatte um eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag greift nach Ansicht des Autors zu kurz. Nicht kurzfristige Fehlzeiten, sondern vor ­allem lang andauernde Arbeitsunfähigkeiten verursachen den größten Teil der Ausfalltage. Der Beitrag zeigt anhand rechtlicher Grundlagen und konkreter Fallbeispiele, dass Arbeitsunfähigkeit sorgfältig und tätigkeitsbezogen beurteilt werden muss – und plädiert für eine Rückbesinnung auf eine ­unabhängige, am Patientenwohl orientierte ärztliche Entscheidung.

Die Arbeitsmedizin in einer ­KI-geprägten Welt – aus Sicht der KI

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Wir leben aktuell in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche. Einer der Gründe hierfür ist der Einsatz von KI und Robotik in allen Bereichen unseres Lebens. Besonders stark trifft dies auf die Arbeit zu. Inzwischen wird auch in der Gesellschaft immer mehr über die Auswirkungen des Einsatzes von KI und Robotern im Arbeitsbereich diskutiert. Viele Menschen haben Angst, dass KI und KI gesteuerte Roboter über kurz oder lang ihre Arbeit übernehmen. Gilt dies auch für die Arbeitsmedizin? Es ist unwahrscheinlich, dass hier alles so bleiben wird, wie es bisher war. Die Autorin interessierte daher, was die KI selbst (in diesem Fall der Chatbot „Claude“) für Vorstellungen dazu hat. Folgende Fragen wurden Claude daher gestellt.

Arbeitsmedizin in China: Medizinische Betreuung vor, während und nach Entsendungen

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Welche medizinischen Schritte sind bei Entsendungen nach China wichtig? Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie Mitarbeitende – und bei Bedarf auch ihre Familien – vor der Ausreise, während des Aufenthalts und nach der Rückkehr arbeitsmedizinisch begleitet werden: von Vorsorge und Impfstatus über Versicherung, Notfall- und Versorgungsnetzwerke bis zur strukturierten Nachbetreuung.

Nahrungsergänzungsmittel – Was wirkt, was wirkt nur gefühlt, was schadet?

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Die Ernährungsmedizin hat in der Arbeitsmedizin eine zentrale Bedeutung, da Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Beschäftigungsfähigkeit ausübt. Dieser bezieht sich nicht nur auf Prävention und Therapie von chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie, kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Krankheiten, sondern auch auf kurzfristige, in der Arbeitswelt von heute sehr relevanten Faktoren wie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Beschäftigten. Die Schaffung einer „ernährungsfreundlichen“ Arbeitsumgebung sowie das Angebot von Informationen oder BGF-Maßnahmen zum Thema Ernährung tragen positiv zur Motivation und damit auch wieder zur Produktivität der Beschäftigten bei.

Die Rolle der Arbeitsmedizin im ­Betrieblichen Gesundheitsmanagement

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Der Kongress „Health in Care Professions“ des Verbands deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) widmet sich den besonderen Anforderungen der arbeitsmedizinischen Betreuung in Pflege- und Sozialberufen. Die Premiere des Kongresses im Mai 2025 bot mit vielen Vorträgen und Seminaren fundierte Einblicke in die vielfältigen Herausforderungen für Betriebsärztinnen und -ärzte sowie arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal. In dieser Serie stellen wir ausgewählte Beiträge vor, die zentrale Themen und praxisrelevante Erkenntnisse zusammenfassen.

Anforderungen an eine menschengerechte Gestaltung der Arbeitszeit im Wandel 1

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Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein zentrales Anliegen bei der Gestaltung der Arbeitszeit und steht dabei in einem Spannungsfeld zwischen betrieblichen und individuellen Bedürfnissen. Der Beitrag geht auf zentrale Gestaltungsdimensionen von Arbeitszeit sowie auf das Arbeitszeitgesetz als arbeitswissenschaftlich fundierten Schutz- und Gestaltungsrahmen ein. Anschließend werden vor dem Hintergrund des aufgezeigten Spannungsfeldes aktuelle Reformvorhaben und arbeitszeitpolitische Debatten kurz umrissen.

Abb. 1:    Kühlprinzip der hybriden Kühlweste

Kühlwesten im betrieblichen ­Hitzeschutz

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Hitze belastet Beschäftigte im Freien zunehmend und stellt Betriebe vor neue Herausforderungen im Arbeitsschutz. Dabei gelten Kühlwesten zunehmend als vielversprechende Maßnahme zur Reduktion der Hitzebelastung. Doch wie wirksam sind sie unter realen Arbeitsbedingungen? Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse einer Felduntersuchung mit Kurierfahrenden vor und zeigt, worauf Betriebe beim Einsatz von Kühlwesten achten sollten.

Abb. 1:    Armband PPG Sensor (links), Smartphone mit KIWorx-App (Mitte), smarter Monitor der ­Arbeitsumgebung (rechts)

Langfristige Belastungsmessungen als Basis einer orientierenden Gefähr­dungsbeurteilung

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Zur Beurteilung der arbeitsbedingten Beanspruchung werden physische, psychische und umgebungsbedingte Einflüsse auf die arbeitende Person simultan erfasst. Dieser Beitrag beschreibt ein Messsystem, das optische Pulssensoren (Wearables) mit intelligenter Sensorik zur Umgebungsüberwachung kombiniert. Es ermöglicht Langzeitmessungen ohne die ständige Anwesenheit von Fachpersonal bei gleichzeitiger Gewährleistung einer sicheren lokalen Datenspeicherung und weist eine hohe Übereinstimmung mit etablierten Screening-Verfahren zur Arbeitsplatzbewertung auf.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-P): Den Prozess wirksam gestalten

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Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-P) endet in der betrieblichen Praxis häufig nach Ermittlung und Beurteilung. Damit Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können, müssen zentrale Voraussetzungen bereits bei der Planung des Gesamtprozesses berücksichtigt werden. Der Beitrag zeigt, wie die GB-P als organisationaler Lern- und Veränderungsprozess geplant und gestaltet werden kann.

Psychische Belastung: Sind Grenzwerte möglich?

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Für chemische und physikalische Gefährdungen gibt es seit Langem Grenzwerte. Für psychische Belastung fehlen sie bislang. Der Beitrag diskutiert, ob sich mehrheitlich toxikologische Konzepte auf psychische Belastungen übertragen lassen, und zeigt, warum dies derzeit kaum gelingt. Statt starrer Grenzwerte empfiehlt sich zunächst ein gestuftes Vorgehen mit Orientierungswerten als „yellow flags“, bis ein Weg oder Standard zur Grenzwertbildung gefunden ist.

Normung im Bereich der arbeits­bezogenen psychischen Belastung (DIN EN ISO 10075) und Folgerungen für die betriebliche Praxis

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Der Beitrag zeigt Entwicklungen im Bereich der psychischen Belastung und Beanspruchung im Kontext des deutschen Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf. Insbesondere werden dabei die Aktivitäten der Ergonomie­normung zur psychischen Belastung und Beanspruchung sowie zu den Beanspruchungsfolgen skizziert. Dabei fokussiert sich der Text auf die Begrifflichkeiten und das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept sowie auf die Neuausrichtung des im Jahr 2024 überarbeiteten zweiten Teils der Norm, der für Arbeitsgestaltende und andere Stakeholder in Unternehmen wichtige Empfehlungen für die ergonomisch günstige Gestaltung von Arbeitssystemen beinhaltet. Dabei wird gezeigt, dass die konzeptuelle Unterscheidung der Begriffe Belastung und Beanspruchung weiterhin auch für die Praxis von großer Relevanz ist.

Trockene Augen bei Bildschirmarbeit

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Klinische Fachinformation für Ärztinnen/Ärzte, Gutachterinnen/Gutachter und medizinisches Personal

KI-Assistenz für sensible ­ Sozialdaten – Das System SoKI

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Künstliche Intelligenz wird immer häufiger auch in sozialen Berufen eingesetzt. Besonders groß ist ihr Potenzial in den Bereichen Dokumentation, Berichterstellung und Wissensmanagement. Das System SoKI von Theodor Schöwitz und seinen Kollegen des Kollektivbetriebs Sozial KI zeigt, wie KI-Anwendungen datenschutzkonform für die Arbeit mit Sozialdaten eingesetzt werden können und welche Chancen sich daraus auch für die Arbeits- und Sozialmedizin ergeben.