Neueste Artikel aus der Praxis Trockene Augen bei Bildschirmarbeit 28.08.2026 - Klinische Fachinformation für Ärztinnen/Ärzte, Gutachterinnen/Gutachter und medizinisches Personal KI-Assistenz für sensible Sozialdaten – Das System SoKI 28.08.2026 - Künstliche Intelligenz wird immer häufiger auch in sozialen Berufen eingesetzt. Besonders groß ist ihr Potenzial in den Bereichen Dokumentation, Berichterstellung und Wissensmanagement. Das System SoKI von Theodor Schöwitz und seinen Kollegen des Kollektivbetriebs Sozial KI zeigt, wie KI-Anwendungen datenschutzkonform für die Arbeit mit Sozialdaten eingesetzt werden können und welche Chancen sich daraus auch für die Arbeits- und Sozialmedizin ergeben. Krebsprävention und Früherkennung im Betrieb 28.08.2026 - Der Arbeitsplatz ist ein bislang unterschätzter Ort der Krebsprävention. Betriebe erreichen Menschen kontinuierlich – oft besser als klassische Präventionsangebote im Gesundheitssystem. Arbeitsmedizinische Fachkräfte können Beschäftigte frühzeitig für Krebsrisiken sensibilisieren, Prävention in den Arbeitsalltag integrieren und die Teilnahme an Früherkennung fördern. Projekte wie das von der Deutschen Krebshilfe geförderte Verbundprojekt ONCOnnect zeigen, wie Unternehmen, Arbeitsmedizin und onkologische Zentren dabei erfolgreich zusammenarbeiten können. DGUV-Fachgespräch zur „Expositionsermittlung und Begutachtung bei Benzoleinwirkungen (BK-Nr. 1318)“ 28.08.2026 - Unter der Moderation von Katrin Pitzke (IFA) und Dr. Dirk Pallapies (IPA) fand am 02. und 03.02.2026 in Berlin das DGUV-Fachgespräch zur „Expositionsermittlung und Begutachtung bei Benzoleinwirkungen (BK-Nr. 1318)“ unter Beteiligung von arbeitsmedizinischen Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertretern der Präventionsdienste und der Verwaltung der Unfallversicherungsträger sowie des IPA (Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV) und IFA (Institut für Arbeitsschutz der DGUV) statt. Ziel war der Austausch über Erfahrungen und Probleme sowie mögliche Lösungsansätze bei der Bearbeitung und Zusammenhangsbeurteilung der BK-Nr. 1318. Die stille Pandemie der chronischen Niereninsuffizienz 28.08.2026 - Die chronische Nierenerkrankung (CKD) stellt eine der weltweit bedeutendsten, jedoch weiterhin unterschätzten Erkrankungen dar. Prognosen zufolge wird die CKD bis 2040 zu den führenden Todesursachen zählen. Trotz ihrer hohen Prävalenz bleibt die CKD häufig unerkannt. Die Arbeitsmedizin könnte ein bislang kaum genutztes Potenzial bieten, diese diagnostische Lücke zu schließen. Die Einbindung von CKD‑Screening in die Arbeitsmedizin stellt einen vielversprechenden Ansatz zur Verbesserung der CKD‑Früherkennung dar. Der betriebsärztliche Bericht nach §5 DGUV Vorschrift 2 – lästige Pflicht oder gewinnbringendes Instrument? 28.08.2026 - Auf Basis der überarbeiteten DGUV Vorschrift 2 und der dazugehörigen Regel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Empfehlungen für die Ausgestaltung des betriebsärztlichen Berichts dargestellt. Der Bericht schafft nicht nur Transparenz über die betriebsärztlichen Aktivitäten, sondern kann gezielt als strategisches Instrument genutzt werden, um die Präventions- und Gesundheitsentwicklung im Unternehmen nachhaltig voranzutreiben. Weiterbildung von Betriebsärztinnen und -ärzten in psychosozialen Fragestellungen 28.08.2026 - Die wachsende Bedeutung psychosozialer Belastungen sowie psychischer Beanspruchungen und Erkrankungen stellt Betriebsärztinnen und Betriebsärzte vor Herausforderungen. Neben der praktischen Weiterbildung und dem Pflicht-Weiterbildungskurs Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gibt es durch die Psychosomatische Grundversorgung, die Zusatzweiterbildung Psychotherapie und das im Aufbau befindliche „Intensivseminar betriebsärztliche Psychofragen“ spezifische Angebote der kontinuierlichen Weiterbildung. Anzahl der arbeitsmedizinischen Weiterbildungsqualifikationen auf Rekordniveau 28.08.2026 - Die arbeitsmedizinische Weiterbildung verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg mit Rekordzahlen bei Weiterbildungsqualifikationen und hoher Nachfrage nach Kursen. Es besteht daher eine gute Aussicht, dass sich der prognostizierte Mangel an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten dank des funktionierenden Quereinstiegs und der Attraktivität des Fachgebiets abwenden lässt. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf an Reformen und innovativen Anpassungen der Versorgung. Foto: Drazen - stock.adobe.com Nachwuchs konsequent gewinnen 28.08.2026 - Der Bedarf an arbeitsmedizinischer Expertise wächst, während viele Studierende das Fach kaum kennenlernen. Nachwuchsgewinnung gelingt, wenn Arbeitsmedizin früh sichtbar wird, praktische Erfahrungen ermöglicht, Mentoring bietet und Weiterbildung verlässlich strukturiert. Der Beitrag skizziert ein durchgängiges Fördermodell für Studium, Weiterbildung und regionale Netzwerke. Ökonomische Effekte einer wirksamkeitsorientierten arbeitsmedizinischen Betreuung 28.08.2026 - Die Arbeitswelt wandelt sich kontinuierlich; moderne Arbeitsmedizin begleitet und gestaltet diesen Wandel dynamisch mit. Der klassische Arbeitsschutz bleibt mit der Vermeidung gesundheitlicher Schäden durch tätigkeitsbedingte Gefährdungen und Belastungen eine zentrale Säule betriebsärztlichen Handelns. Zugleich reicht das arbeitsmedizinische Wirkungsspektrum weit darüber hinaus: Bestehende Gefährdungen müssen systematisch adressiert, neue Risiken früh erkannt und tragfähige Antworten auf künftige Herausforderungen entwickelt werden. Arbeitsmedizinische Qualität als Investition – Kriterien für eine wirksame Betreuung 28.08.2026 - Dieser Beitrag entwickelt ein allgemeines Verständnis arbeitsmedizinischer Betreuungsqualität. Qualität wird dabei als Grad verstanden, in dem Strukturen, Prozesse und Ergebnisse arbeitsmedizinischer Betreuung den gesetzlichen und gesellschaftlichen Schutzauftrag, medizinisch-wissenschaftliche und ärztlich-ethische Standards, die Rechte und gesundheitlichen Bedürfnisse der Beschäftigten sowie die betrieblichen Anforderungen an sichere, gesundheitsgerechte und nachhaltige Arbeit erfüllen. Diese Anspruchsebenen sind nicht beliebig gegeneinander verrechenbar: Unabhängigkeit, Schweigepflicht, fachliche Standards und Schutzrechte markieren verbindliche Grenzen. Viatris Gruppe Deutschland ANZEIGE Aktuelles Thema für die Arbeitsmedizin: „Grippeschutzimpfungen rechnen sich deutlich“ 03.08.2026 - ASU, die Zeitschrift für medizinische Prävention, verlieh in diesem Jahr einen „ASU Best Paper Award“ an Dr. Björn Schwander, Gründer der AHEAD GmbH in Bietigheim-Bissingen, und Prof. Dr. York Zöllner, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg. ME/CFS in der betriebsärztlichen Praxis: die wichtigsten begleitenden Maßnahmen 31.07.2026 - Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die meist nach Infektionen auftritt und häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verbunden ist. Zentrales diagnostisches Merkmal ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine belastungsinduzierte Verschlechterung der Symptomatik mit verzögerter Erholung. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl postinfektiöser Erkrankungen nach der COVID-19-Pandemie gewinnt ME/CFS auch in der Arbeitsmedizin zunehmend an Bedeutung. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können wesentlich dazu beitragen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und geeignete Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung, zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement und zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit einzuleiten. Die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung (GBU Psyche) 31.07.2026 - Die Beurteilung psychosozialer Risiken im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird oft eher als gesetzliche Pflicht denn als praktisches Instrument wahrgenommen. Dieser Artikel verdeutlicht, dass eine wirksame Umsetzung den Fokus auf die Arbeitsbedingungen statt auf die einzelnen Beschäftigten legt und kontextspezifische Ansätze erfordert. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählen die Beteiligung der Beschäftigten, das Ausbalancieren von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Überführung der Ergebnisse in konkrete Maßnahmen. Eine gut gestaltete Arbeitsweise fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Leistungsfähigkeit und die organisationale Resilienz. Foto: l1gend - stock.adobe.com Die Einwilligungsfähigkeit Minderjähriger in der Arbeitsmedizin 31.07.2026 - Im arbeitsmedizinischen Alltag kommt es vor, dass auch minderjährige Personen anlässlich der arbeitsmedizinischen Vorsorge, zum Zwecke der Durchführung von Schutzimpfungen oder auch bei Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen vorstellig werden. Insbesondere in Bezug auf leichtinvasive Maßnahmen stellt sich allerdings für die Ärztin oder den Arzt dann immer die Fragestellung der Einwilligungsfähigkeit von Minderjährigen. Nachfolgender Beitrag erörtert diese Fragestellung in medizinrechtlicher Hinsicht. Foto: bulentbaris - stock.adobe.com Eignungsbeurteilungen in der arbeitsmedizinischen Praxis 31.07.2026 - Eignungsbeurteilungen sollen sicherstellen, dass Beschäftigte gefährliche Tätigkeiten ohne Risiko für sich oder andere verrichten können. Sie liegen in erster Linie im Interesse des Unternehmens und tangieren Grundrechte wie das Recht auf Selbstbestimmung und den Schutz medizinischer Daten. Mit der Einführung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) wurde auch gesetzlich geregelt, dass arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchungen nicht ohne weiteres vermischt werden dürfen. Auch die „DGUV‑Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und Untersuchungen“ (2024) trennen klar zwischen Vorsorge und Eignung. Der Beitrag beleuchtet die betrieblichen Spannungsfelder und zeigt praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten. Das Pflegepraxiszentrum Hannover – Innovation für die Pflege von morgen 31.07.2026 - Das Pflegepraxiszentrum Hannover verbindet Forschung und Praxis, um technologische Innovationen gezielt in die pflegerische Versorgung zu übertragen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Technik den Pflegealltag erleichtern und die Versorgungsqualität verbessern kann. Der Experimentierraum des Pflegepraxiszentrums Hannover macht Innovationen direkt erlebbar und stärkt die Kompetenzen von Pflegefachpersonen. Foto: 24K-Production- stoxk.adobe.com Kann Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gelingen? 31.07.2026 - Pflege durch Angehörige ist allgegenwärtig und gleichzeitig kaum sichtbar. Individuelle Bedingungen, betriebliche Strukturen und gesetzliche Regelungen definieren den Rahmen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Nicht-Vereinbarkeit kostet Arbeitskräftepotenziale und befördert Armut. Die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen pflegender Angehöriger muss über kostenfreie Wertschätzung hinausgehen, wenn die tragende Säule der informellen Pflege auch in Zukunft stabil bleiben soll. Fehlende Unterstützung für pflegende Angehörige in Österreich – das Beispiel ME/CFS 31.07.2026 - In Österreich fehlt es noch immer an spezialisierter medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung für Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), wodurch pflegende Angehörige massiv belastet werden. Viele Betroffene erhalten keine oder zu niedrige Pflegegeldeinstufungen, wodurch notwendige Unterstützungsleistungen verwehrt bleiben. Der Mangel an Ambulanzen, Forschungseinrichtungen und strukturellen Entlastungsangeboten zwingt Familien dazu, komplexe Pflegeaufgaben allein zu bewältigen. Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger fordert daher eine klare gesundheitspolitische Priorisierung und nachhaltige Verbesserungen der Versorgungssituation. Erfahrungsbericht: Pflege zuhause – um welchen Preis? 31.07.2026 - Pflegearbeit und Erwerbstätigkeit sind nebeneinander möglich, aber nicht immer eine gute Lösung, denn Pflegesituationen sind immer individuell. In diesem Beitrag berichtet der Autor über seine Erfahrungen aus über 20 Jahren häuslicher Pflege seiner Ehefrau und gleichzeitiger Erwerbsarbeit. Dies war nur möglich, weil er offen mit der Situation umging und sein Arbeitgeber großes Verständnis zeigte. Pflegende Angehörige von Menschen mit ME/CFS – eine wachsende Herausforderung für die Arbeitsmedizin 31.07.2026 - Ein erheblicher Teil der Menschen mit schwerem ME/CFS ist dauerhaft auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Die häusliche Versorgung wird überwiegend von Angehörigen übernommen, häufig über viele Jahre hinweg und unter erheblichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte gewinnt diese Situation zunehmend an Bedeutung, da viele pflegende Angehörige gleichzeitig berufstätig sind und Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege benötigen. Zehn Thesen zur Bürokratisierung bzw. Entbürokratisierung für einen effizienten Arbeitsschutz aus arbeitsmedizinischer Sicht1 30.06.2026 - Bürokratie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, nicht nur den Arbeitsschutz. Prinzipiell ist die Bürokratisierung der zentrale Prozess und die Grundlage, durch den Organisationen und soziale Systeme strukturiert, formalisiert und durch eine Reihe von Regeln und Verfahren gesteuert werden. Richtig verstanden ist Bürokratie per definitionem also ein zentraler Ordnungsfaktor in allen Bereichen unseres gesamtgesellschaftlichen Zusammenlebens und ist letztendlich ein wichtiger Garant für Leistung, Effizienz, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Bürokratie ist ein wichtiger Schutz vor Willkür und zentraler Bestandteil unserer Demokratie. Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien in der Arbeitsmedizin 30.06.2026 - Die Arbeitsmedizin bedient sich zunehmend digitaler Medien und telemedizinischer Anwendungen. Datenschutz, Vertrauenswürdigkeit, Schweigepflicht und andere grundlegende Anforderungen an ärztliches Handeln setzen dazu einen Rahmen, der Eingang in mehrere Regelungen gefunden hat. Diese werden in einer Synopse nebeneinandergestellt und kommentiert. Foto: Premium Graphics / stock.adobe.com Apps in der arbeitsmedizinischen Betreuung 30.06.2026 - Digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in die betriebliche Praxis. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Einsatzfelder und beleuchtet Funktionen, die speziell für die arbeitsmedizinische Betreuung von Bedeutung sind. Neben konkreten Beispielen enthält er auch praxisnahe Hinweise zur Nutzung digitaler Tools. Unser zweiteiliger Beitrag bietet einen systematischen Überblick: Teil 1 (erschienen in ASU 9/2025) stellte den Einsatz von Apps im klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der arbeitsmedizinischen Praxis vor. Der folgende Teil 2 geht auf spezielle Apps für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der arbeitsmedizinischen Betreuung ein. Klimawandel: Risiken für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb 30.06.2026 - Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf Arbeitsplätze und Tätigkeiten aus. Eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie zeigt, wie Betriebsärztinnen und -ärzte klimabedingte Risiken einschätzen und welche Gefährdungen sie als besonders relevant wahrnehmen. Der Beitrag beleuchtet zudem den Stand der betrieblichen Auseinandersetzung und bestehende Präventionsmaßnahmen. Mehr anzeigen