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Neueste Artikel aus der Praxis

Digitale Impfmanagementsysteme ermöglichen eine strukturierte, schnelle und fehlerarme Erfassung, Dokumentation und Auswertung von Impfungen

Digitales Impfmanagement in der Arbeitsmedizin

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Impfungen gehören zu den effektivsten Präventionsmaßnahmen der modernen Medizin – und spielen auch in der Arbeitsmedizin eine wichtige Rolle. Ob Hepatitis-B-Schutz für medizinisches Personal, Impfung gegen Früh­sommer-Meningoenzephalitis (FSME) für Forstarbeiter oder die jähr­liche Grippe- beziehungsweise COVID-19-Schutzkampagne im Betrieb: Impfprävention schützt Mitarbeitende, reduziert krankheitsbedingte Ausfälle und stärkt die betriebliche Gesundheitskultur. Gleichzeitig sind Dokumentation, Nachverfolgung und Auffrischung im analogen Alltag oft zeitaufwendig und fehler­anfällig. Genau hier setzt das digitale Impfmanagement an.

Soziale Roboter bieten innovative Entlastung zum Beispiel in der Altenpflege, die durch Pflegenotstand und Fachkräfte­mangel vor großen Herausforderungen steht

Soziale Roboter in der Sozialen Arbeit: Chancen und Potenziale in der Altenpflege

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Soziale Roboter können die Altenpflege revolutionieren: Sie entlasten Fachkräfte und fördern das Wohlbefinden Pflegebedürftiger durch emotio­nale und kognitive Aktivierung. Das Beispiel des empathischen Roboters Navel zeigt, dass KI und Robotik das Potenzial haben, auch in sozialen Bereichen zu unterstützen und dabei helfen können, Versorgung auf Dauer zu sichern.

Abb. 1:   Sprachkontinuum des Deutschen. Eigene Darstellung nach Bredel u. Maaß (2016), Maaß (2020) und Husel (2022)

Potenziale und Grenzen von KI-Tools für verständliche Gesundheitskommunikation – Ergebnisse aus dem Projekt KI-GesKom

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Wie kann Künstliche Intelligenz helfen, Gesundheitsinformationen besser verständlich zu machen und wo stößt sie an Grenzen? Das Projekt KI-GesKom der Forschungsstelle Leichte Sprache untersucht, wie gut große Sprachmodell (LLMs, z. B. ChatGPT) und spezialisierte Übersetzungstools, wie beispielsweise SUMM AI, medizinische Fachtexte in Einfache Sprache übertragen. Die Ergebnisse zeigen sowohl Potenzial als auch Risiken für den Einsatz von KI zur Generierung von verständlichen Gesundheitstexten auf.

Abb. 1:   Der klassische Managementzyklus in Anlehnung an den PDCA-Zyklus (Deming-Kreis: Plan, Do, Check, Act) vereinfacht dargestellt

Stressmanagement digital augmentieren

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Stress gehört zu den wichtigen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit, auch im Unternehmenskontext. Effektives Stressmanagement erfordert klare Ziele und Maßnahmen. Digitale Technologien wie Wearables und künstliche Intelligenz bieten neue Chancen, Stressmanagement zu augmentieren, zum Beispiel für Echtzeit-Feedback, bergen jedoch auch Risiken.

Prämierte Kongress-Poster

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Die Arbeitsmedizin nimmt eine zentrale Rolle in der Primärprävention und der Förderung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel, Fachkräftemangel und immer komplexeren Anforderungen an die psychische und physische Belastbarkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer untersucht die Arbeit, die diesem Beitrag zugrunde liegt, den tatsächlichen Nutzen arbeitsmedizinischer Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Mitarbeitenden. Basierend auf einer empirischen Untersuchung in Betrieben des Großraums Graz werden die Akzeptanz und der wahrgenommene Mehrwert der Arbeitsmedizin dargestellt und diskutiert.

Gesundheit in Pflegeberufen

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Medizinische Einmalhandschuhe indikationsgerecht einzusetzen, ist unerlässlich. Bei der Festlegung der Indikationen sollten gleichermaßen Aspekte des Infektions- und des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit zugrunde gelegt werden. Dieser Beitrag fokussiert den indi­kationsgerechten Einsatz medizinischer Einmalhandschuhe im Gesundheitswesen bei der Körperwaschung und bei Einreibungen von zu Pflegenden sowie zur Vermeidung sichtbarer Verschmutzungen der Hände, die ein Händewaschen erfordern.

EVA-Mesothel: Das neue ­Vorsorgeangebot zur Früherkennung von Mesotheliomen

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Das Erweiterte Vorsorgeangebot zur Mesotheliom-Früherkennung bei Personen mit einer anerkannten Berufserkrankung Nr. 4103 (Asbestose/­asbestbedingte Pleuraveränderungen) „EVA-Mesothel“ mittels blutbasierter Biomarker ist bundesweit gestartet. Der Artikel beleuchtet die aktuelle Situation und die Hintergründe von Früherkennungsangeboten sowie die Ergebnisse der Pilotphase von EVA-Mesothel. Für Interessierte wird die Brücke zum ärztlichen E-Learning und zur Beauftragungsmöglichkeit geschlagen.

Abb. 1:   Warften auf Hooge

Arbeitshistorische Fundstücke (Teil 1)

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Zahlreiche Museen geben einen umfassenden Einblick in die Historie des Arbeitslebens und des Arbeitsschutzes. Manche Zeugnisse vergangener ­Arbeitswelten finden sich aber auch unverändert an ihren originalen Standorten. Dort bleiben sie selbst an touristisch viel besuchten Orten den Besuchern meist verborgen. Drei derartige, sehr unterschiedliche „Hidden Places“ werden in einer Serie in den nächsten Ausgaben der ASU vorgestellt: Der Königspesel auf Hallig Hooge, eine Privatvilla in Großhansdorf und der Dom zu Köln.

Abb. 1:   Übergeordnete Struktur der Bundeswehr. Personalumfang der jeweils fünf militärischen (mil.) und zivilen (ziv.) Organisationsbereiche, der unmittelbar dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) unterstellten Dienststellen sowie der Truppen- und Territorialreserve mit Stand September 2025

Das InfektInfo Nr. 90: Ein wichtiger Baustein zum Schutz von Bundes­wehr­angehörigen vor durch Zecken ­übertragenen Krankheitserregern

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Mit derzeit rund 264.000 Angehörigen ist die Bundeswehr einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Aufgrund des Berufsbildes von Soldatinnen und Soldaten haben diese – aber auch eine nicht unerhebliche Anzahl an zivilen Bundeswehrangehörigen – ein erhöhtes Risiko, sich mit einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit anzustecken. Im Rahmen der Prävention ist es eines der Ziele des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Bundeswehrangehörige über die von Zecken ausgehenden Risiken sowie effektive Schutzmaßnahmen zu informieren. In Kombination mit dem Merkblatt Zecken und einem Beitrag im Online-Magazin YNSIDE, stellt das hier vorgestellte ­InfektInfo Nr. 90 einen wichtigen Baustein des Kommunikationskonzepts zur Risikovermeidung dar.

„Prävention ist eine Investition in Menschen und Betriebe“

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Dr. Stephan Fasshauer ist neuer Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Wir sprachen mit ihm über seine neue Auf­gabe, die Bedeutung von Prävention für Wirtschaft und Gesellschaft und die Rolle von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten für Sicherheit und ­Gesundheit bei der Arbeit.

70 Jahre MAK-Kommission: Wegbereiter für gesunde Arbeitsplätze

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In diesem Jahr feiert die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, besser bekannt als MAK-Kommission, ihr 70-jähriges Bestehen. Ein beeindruckendes Jubiläum, das uns dazu einlädt, die essenzielle Arbeit dieser Institution zu würdigen, die seit sieben Jahrzehnten maßgeblich zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Deutschland beiträgt. Die MAK-Kommission ist ein unverzichtbarer Pfeiler des Arbeitsschutzes. Ihre wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe sind die Grundlage für Präventionsmaßnahmen und Schutzvorschriften in zahlreichen Branchen. Dies ist das Ergebnis der engagierten Arbeit von Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen – von der Toxikologie über die Arbeitsmedizin und Chemie bis hin zur Pathologie und Messtechnik.

Leistungsminderung am Arbeitsplatz als Folge sexueller Funktionsstörungen

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Schädigungen der für das Sexualleben wichtigen Nerven- und Gefäßstrukturen können zu Angstzuständen, Depressionen, sozialen Phobien sowie Einschränkungen des Selbstwertgefühls und der Identität führen und so die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz mindern. Dies belastet betroffene Patientinnen und Patienten wesentlich stärker als in der betriebsärztlichen Praxis wahrgenommen wird.

Abb. 1:    Zysturethrogramm einer gesunden Harnröhre mit Darstellung der anatomischen Abschnitte und Angabe der prozentualen Häufigkeit der Strikturen (mod. nach Tritschler et al. 2013a)

Harnröhrenstriktur

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Eine der Ursachen für Beschwerden beim Wasserlassen (Blasenfunktionsstörung) beim Mann sind Harnröhrenstrikturen. Sie können durch Reizungen und Verletzungen jeglicher Art verursacht werden. Typische Frühsymptome sind abgeschwächter, geteilter oder streuender Harnstrahl. Später können zum Beispiel Pollakisurie, Nykturie, oder verstärkter Harndrang auftreten. Diese Beschwerden führen mitunter zu erheblichen Beeinträchtigungen sowie zum Verlust von Arbeitsplatzmöglichkeiten.

Abb. 1:    Geschlechtsunabhängige Symptome bei Blasenschwäche (eigene Darstellung)

Störungen der Blasenfunktion – Tabu-Thema, auch für die Arbeitsmedizin?

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Blasenfunktionsstörungen haben ab dem 40. Lebensjahr eine Prävalenz von bis zu 40 %. Die vielfältige Ätiologie erfordert eine umfassende und qualifizierte Differenzialdiagnostik. Blasenfunktionsstörungen können zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, einer geringeren Arbeitsleistung und erhöhten Fehlzeiten am Arbeitsplatz führen und erfordern gegebenenfalls eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes beziehungsweise eine Änderung der beruflichen Tätigkeit.

Bei durch Arbeits- oder Wegeunfall querschnittgelähmten Patientinnen und Patienten muss das Auftreten eines Harnblasenkarzinoms als Verschlimmerung gemeldet werden

Unfallbedingte Querschnittlähmung und Harnblasenkarzinom

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Das Harnblasenkarzinom ist bei Querschnittgelähmten eine seltene, aber typische Langzeitfolge. Diese kann unter Abwägung der in der Matrix angegebenen Kriterien als Unfallfolge anerkannt werden. Derzeit ist kein Screening zur Früherkennung möglich. Daher ist bei ungewöhnlichen Symptomen eine rasche Abklärung anzustreben.

Tabelle 1:   Erstmals anerkannte Fälle von BK-Nr. 4105 im Zeitraum 2020 bis 2024 (Gewerbliche Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand)

Das Mesotheliom der Tunica vaginalis des Hodens – eine präoperativ meist nicht gestellte Diagnose

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Mesotheliome im Bereich der Tunika vaginalis des Hodens, einer Ausstülpung des Bauchfells, sind meist histopathologische Zufallsbefunde bei ­Operationen, die unter Verdachtsdiagnosen wie Hydrozele, Spermatozele oder unklare Raumforderung im Skrotum durchgeführt wurden. Diese ­Tumoren, die auch unabhängig von anderen asbestbedingten Erkrankungen auftreten können, sollten in einem Zentrum mit Erfahrung in der Checkpoint-Inhibitor-Therapie von Mesotheliomen vorgestellt werden.

Minderung der Erwerbsfähigkeit bei BK-bedingten Tumoren der harnableitenden Wege (insbesondere BK 1301, BK 1321)

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Die Basis-MdE bei BK-bedingten Tumoren der harnableitenden Wege (insbesondere BK 1301, BK 1321) berücksichtigt die durch die Tumorerkrankung bedingte nicht-pathologische Anpassungsleistung ­(psychoonkologische ­Komorbidität) bezogen auf Tumorstadium und histopathologisches Grading sowie kurzfristige, passagere Therapiefolgen, wie zum Beispiel Harnwegsinfektionen und Harnblasenfunktionsstörungen. Sie hat sich für die Einschätzung der MdE bei Tumoren der ableitenden Harnwege als qualifizierter Erfahrungssatz bewährt und vereinfacht das Verwaltungsverfahren.

Berufskrankheiten in der Urologie

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Berufskrankheiten (BK) betreffen auch die Urologie, wobei am häufigsten Tumoren der ableitenden Harnwege durch aromatische Amine (BK 1301) oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (BK 1321), Nierenzellkarzinome nach Exposition gegen Trichlorethylen (BK 1302) und Mesothe­liome der Tunica vaginalis testis nach Asbestexposition (BK 4105) auftreten. Diese Tumoren können bei entsprechender, ausreichend hoher beruflicher Exposition als Berufskrankheit anerkannt und entschädigt werden.

Tabelle 1:   Urologische Erkrankungen, die bei Berufskrankheiten oder als Unfallfolge auftreten können

Berufskrankheiten und Unfallfolgen im Fachgebiet Urologie

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Urologie und Arbeitsmedizin haben eine Reihe von Berührungspunkten. In einer großen Tabelle wird im Folgenden für die Betriebsärztin und den Betriebsarzt ein kompakter Überblick gegeben. Zudem wird gegebenenfalls auf eigene Beiträge beziehungsweise eine Übersichtsarbeit in diesem Heft verwiesen. Ergänzend wird praxisrelevante Literatur zitiert.

Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin

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Die AG Next Generation der Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) beschäftigt sich mit Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin und kümmert sich um die Nachwuchsförderung. Die ASU-Reihe „Next Generation“ gibt einen Einblick in die AG-Arbeit, indem zentrale Themen und Projekte vorgestellt werden. Mitglieder sowie Expertinnen und Experten schildern ihre Erfahrungen und präsentieren Ideen und Lösungsansätze.

Tabelle 1:   Liste der fünfzehn größten deutschen Flughäfen mit Linienverkehr

Arbeitsplatz Flughafen – eine ­Kleinstadt mit vielen verschiedenen Berufsgruppen

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Flughäfen stellen häufig „Kleinstädte“ mit mehreren tausend Arbeitsplätzen dar. Je nach Flugbetriebszeiten sind Schicht- und teilweise Nachtarbeit, die Regel. Hohe Passagieraufkommen und dabei entstehender Zeitdruck, internationale Kontakte und hohe Sicherheitsstandards prägen die unterschiedlichen Arbeitsplätze von Pilotinnen und Piloten, Flugbegleiterinnen und -begleitern beziehungsweise Kabinenpersonal, Technikerinnen und Techniker sowie Wartungs-, Luftverkehrskontroll- und Bodenpersonal.

Abb. 1:    Augenärztliche Untersuchung im Rahmen der Eignungsfeststellung von Anwärtern für den fliegerischen Dienst im Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe

Grundlagen der flug- und arbeits­medizinischen Betreuung von Piloten, Kabinenpersonal und Fluglotsen

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Piloten, Kabinenpersonal und Fluglotsen tragen in ihrer beruflichen Funktion eine herausragende Verantwortung für die Sicherheit und das Wohlergehen anderer. Daher spielt für diese Berufsgruppen die gesundheitliche Eignung eine besondere Rolle und der Gesetzgeber hat auf europäischer Ebene entsprechende Vorgaben geschaffen. Zu einer umfassenden Be­treuung gehören zudem zusätzlich die spezifische Arbeitsplatzkenntnis und die sich hieraus ableitenden arbeitsmedizinischen Vorsorgen.

Abb. 1:    Wesentliche Bearbeitungsschritte bei der Prüfung zum Vorliegen einer Berufskrankheit nach Brandenburg (DGUV 2024, s. Online-Quellen)

Bäcker und Asbest?

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Als Zielorgane für asbestbedingte Krebserkrankungen gelten derzeit Lunge, Pleura, Kehlkopf, Peritoneum, Ovar und Tunica vaginalis testis. Zur Anerkennung eines malignen Pleuramesothelioms als Berufskrankheit (BK) nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung (BKV) sind die berufliche Asbestexposition (Einwirkungskausalität) und das Vorliegen des Krankheitsbildes – malignes Pleuramesotheliom– im Vollbeweis erforderlich. Die Einwirkungskausalität bei der BK 4105 BKV ist nicht an ein Dosismaß gekoppelt. Aufgrund der langen Latenzzeit und der oft nur geringen beruflichen Asbestexposition bereitet der Vollbeweis der Einwirkungskausalität immer wieder Schwierigkeiten. Im Berufskrankheitenverfahren ist deshalb bei der Ermittlung der beruflichen Asbestexposition oft eine akribische Detektivarbeit erforderlich.

Dr. Gerlinde Schriever-Schwemmer

70 Jahre MAK-Kommission: Wegbereiter für gesunde Arbeitsplätze

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In diesem Jahr feiert die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, besser bekannt als MAK-Kommission, ihr 70-jähriges Bestehen. Ein beeindruckendes Jubiläum, das uns dazu einlädt, die essenzielle Arbeit dieser Institution zu würdigen, die seit sieben Jahrzehnten maßgeblich zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Deutschland beiträgt. Die MAK-Kommission ist ein unverzichtbarer Pfeiler des Arbeitsschutzes. Ihre wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe sind die Grundlage für Präventionsmaßnahmen und Schutzvorschriften in zahlreichen Branchen. Dies ist das Ergebnis der engagierten Arbeit von Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen – von der Toxikologie über die Arbeitsmedizin und Chemie bis hin zur Pathologie und Messtechnik.

Abb. 1:    Potenziale und Herausforderungen von IPA (nach Cost Reyes 2024)

Künstliche Intelligenz als ­Produktivitätstreiber

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Mit dem Einzug von künstlicher Intelligenz in den beruflichen Alltag steigen die Erwartungen an Produktivitätsgewinne durch die neue Technologie. Inwieweit sich das Produktivitätsversprechen mit aktuellen Erkenntnissen deckt und welche Anwendungsbeispiele sich in der betrieblichen Praxis ergeben, wird in diesem Beitrag erläutert.