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Neueste ASU-Artikel aus der Wissenschaft

Neueste ASU-Artikel aus der Praxis

Abb. 1:    Bei Menschen mit ME/CFS kann bereits eine geringe körperliche, geistige, emotionale 
oder sensorische Belastung eine Post-Exertional Malaise (PEM) auslösen. Hierunter versteht man eine oft verzögert eintretende und länger anhaltende schwerwiegende Verschlechterung der bestehenden Beschwerden

ME/CFS in der betriebsärztlichen Praxis: die wichtigsten begleitenden Maßnahmen

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Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die meist nach Infektionen auftritt und häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verbunden ist. Zentrales diagnostisches Merkmal ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine belastungsinduzierte Verschlechterung der Symptomatik mit verzögerter Erholung. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl postinfektiöser Erkrankungen nach der COVID-19-Pandemie gewinnt ME/CFS auch in der Arbeitsmedizin zunehmend an Bedeutung. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können wesentlich dazu beitragen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und geeignete Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung, zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement und zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit einzuleiten.

Die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung (GBU Psyche)

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Die Beurteilung psychosozialer Risiken im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird oft eher als gesetzliche Pflicht denn als praktisches Instrument wahrgenommen. Dieser Artikel verdeutlicht, dass eine wirksame Umsetzung den Fokus auf die Arbeitsbedingungen statt auf die einzelnen Beschäftigten legt und kontextspezifische Ansätze erfordert. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählen die Beteiligung der Beschäftigten, das Ausbalancieren von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Überführung der Ergebnisse in konkrete Maßnahmen. Eine gut gestaltete Arbeitsweise fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Leistungsfähigkeit und die organisationale Resilienz.

Auch Minderjährige können bei natürlicher Einsichts- und Steuerungsfähigkeit rechtswirksam 
in medizinische Maßnahmen einwilligen

Die Einwilligungsfähigkeit Minder­jähriger in der Arbeitsmedizin

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Im arbeitsmedizinischen Alltag kommt es vor, dass auch minderjährige Personen anlässlich der arbeitsmedizinischen Vorsorge, zum Zwecke der Durchführung von Schutzimpfungen oder auch bei Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen vorstellig werden. Insbesondere in Bezug auf leichtinvasive Maßnahmen stellt sich allerdings für die Ärztin oder den Arzt dann immer die Fragestellung der Einwilligungsfähigkeit von Minderjährigen. Nachfolgender Beitrag erörtert diese Fragestellung in medizinrechtlicher Hinsicht.

Ist die routinemäßige Beurteilung der Eignung unzulässig, erlaubt oder vielleicht sogar erforderlich?

Eignungsbeurteilungen in der ­arbeitsmedizinischen Praxis

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Eignungsbeurteilungen sollen sicherstellen, dass Beschäftigte gefährliche Tätigkeiten ohne Risiko für sich oder andere verrichten können. Sie liegen in erster Linie im Interesse des Unternehmens und tangieren Grundrechte wie das Recht auf Selbstbestimmung und den Schutz medizinischer Daten. Mit der Einführung der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) wurde auch gesetzlich geregelt, dass arbeitsmedizinische Vorsorge und Eignungsuntersuchungen nicht ohne weiteres vermischt werden dürfen. Auch die „DGUV‑Empfehlungen für arbeitsmedizinische Beratungen und Untersuchungen“ (2024) trennen klar zwischen Vorsorge und Eignung. Der Beitrag beleuchtet die betrieblichen Spannungsfelder und zeigt praxisorientierte Handlungsmöglichkeiten.

Das Pflegepraxiszentrum Hannover – Innovation für die Pflege von morgen

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Das Pflegepraxiszentrum Hannover verbindet Forschung und Praxis, um technologische Innovationen gezielt in die pflegerische Versorgung zu übertragen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Technik den Pflegealltag erleichtern und die Versorgungsqualität verbessern kann. Der Experimentierraum des Pflegepraxiszentrums Hannover macht Innovationen direkt erlebbar und stärkt die Kompetenzen von Pflegefachpersonen.

Informelle Pflege durch berufstätige Angehörige ist existenziell für das Pflegesystem in Deutschland

Kann Vereinbarkeit von Pflege und Beruf gelingen?

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Pflege durch Angehörige ist allgegenwärtig und gleichzeitig kaum sichtbar. Individuelle Bedingungen, betriebliche Strukturen und gesetzliche Regelungen definieren den Rahmen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Nicht-Vereinbarkeit kostet Arbeitskräftepotenziale und befördert Armut. Die gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen pflegender Angehöriger muss über kostenfreie Wertschätzung hinausgehen, wenn die tragende Säule der informellen Pflege auch in Zukunft stabil bleiben soll.

Fehlende Unterstützung für pflegende Angehörige in Österreich – das Beispiel ME/CFS

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In Österreich fehlt es noch immer an spezialisierter medizinischer Versorgung und sozialer Absicherung für Menschen mit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), wodurch pflegende Angehörige massiv belastet werden. Viele Betroffene erhalten keine oder zu niedrige Pflegegeldeinstufungen, wodurch notwendige Unterstützungsleistungen verwehrt bleiben. Der Mangel an Ambulanzen, Forschungseinrichtungen und strukturellen Entlastungsangeboten zwingt Familien dazu, komplexe Pflege­aufgaben allein zu bewältigen. Die Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger fordert daher eine klare gesundheitspolitische Priorisierung und nachhaltige Verbesserungen der Versorgungssituation.

Erfahrungsbericht: Pflege zuhause – um welchen Preis?

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Pflegearbeit und Erwerbstätigkeit sind nebeneinander möglich, aber nicht immer eine gute Lösung, denn Pflegesituationen sind immer individuell. In diesem Beitrag berichtet der Autor über seine Erfahrungen aus über 20 Jahren häuslicher Pflege seiner Ehefrau und gleichzeitiger Erwerbsarbeit. Dies war nur möglich, weil er offen mit der Situation umging und sein Arbeitgeber großes Verständnis zeigte.

Abb. 1:    Besonderheiten der pflegerischen Versorgung bei schwerem und sehr schwerem ME/CFS. Die Grafik illustriert den notwendigen Para­digmenwechsel in der Pflege von schwer an ME/CFS Erkrankten. Im Gegensatz zur herkömmlichen aktivierenden Pflege steht hier die konsequente ­Vermeidung von körperlicher, kognitiver und sensorischer Überlastung im Zentrum, um eine Zustandsverschlechterung (Post-Exertional Malaise, PEM) zu verhindern. Die sechs Piktogramme zeigen zentrale Handlungsfelder auf, darunter die Notwendigkeit einer reizarmen Umgebung, die Durchführung der Pflege im Liegen sowie die Berücksichtigung der täglich schwankenden Belastbarkeit. Das übergeordnete Ziel aller Maßnahmen ist die Stabili­sierung der gesundheitlichen Situation durch eine konsequente Belastungsreduktion

Pflegende Angehörige von Menschen mit ME/CFS – eine wachsende Heraus­forderung für die Arbeitsmedizin

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Ein erheblicher Teil der Menschen mit schwerem ME/CFS ist dauerhaft auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Die häusliche Versorgung wird überwiegend von Angehörigen übernommen, häufig über viele Jahre hinweg und unter erheblichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte gewinnt diese Situation zunehmend an Bedeutung, da viele pflegende Angehörige gleichzeitig berufstätig sind und Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege benötigen.

Zehn Thesen zur Bürokratisierung bzw. Entbürokratisierung für einen effizienten Arbeitsschutz aus arbeitsmedizinischer Sicht1

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Bürokratie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, nicht nur den Arbeitsschutz. Prinzipiell ist die Bürokratisierung der zentrale Prozess und die Grundlage, durch den Organisationen und soziale Systeme strukturiert, formalisiert und durch eine Reihe von Regeln und Verfahren gesteuert werden. Richtig verstanden ist Bürokratie per definitionem also ein zentraler Ordnungsfaktor in allen Bereichen unseres gesamtgesellschaftlichen Zusammenlebens und ist letztendlich ein wichtiger Garant für Leistung, Effizienz, Rechtssicherheit und Verlässlichkeit. Bürokratie ist ein wichtiger Schutz vor Willkür und zentraler Bestandteil unserer Demokratie.

Digitale Informations- und ­Kommunikationstechnologien in der Arbeitsmedizin

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Die Arbeitsmedizin bedient sich zunehmend digitaler Medien und telemedizinischer Anwendungen. Datenschutz, Vertrauenswürdigkeit, Schweige­pflicht und andere grundlegende Anforderungen an ärztliches Handeln setzen dazu einen Rahmen, der Eingang in mehrere Regelungen gefunden hat. Diese werden in einer Synopse nebeneinandergestellt und kommentiert.

Gezielter Einsatz digitaler Anwendungen ermöglicht individuelle Prävention, ­effiziente Abläufe und vielfältige Gesundheitsangebote

Apps in der arbeitsmedizinischen Betreuung

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Digitale Anwendungen halten zunehmend Einzug in die betriebliche Praxis. Der Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Einsatzfelder und beleuchtet Funktionen, die speziell für die arbeitsmedizinische Betreuung von Bedeutung sind. Neben konkreten Beispielen enthält er auch praxisnahe Hinweise zur Nutzung digitaler Tools. Unser zweiteiliger Beitrag bietet einen systematischen Überblick: Teil 1 (erschienen in ASU 9/2025) stellte den Einsatz von Apps im klassischen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in der arbeitsmedizinischen Praxis vor. Der folgende Teil 2 geht auf spezielle Apps für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) und die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in der arbeitsmedizinischen Betreuung ein.

Abb. 1:    Beschreibung der Stichprobe

Klimawandel: Risiken für Sicherheit und Gesundheit im Betrieb

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Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf Arbeitsplätze und Tätigkeiten aus. Eine bundesweite Befragung der DGUV Akademie zeigt, wie Betriebsärztinnen und -ärzte klimabedingte Risiken einschätzen und welche Gefährdungen sie als besonders relevant wahrnehmen. Der Beitrag beleuchtet zudem den Stand der betrieblichen Auseinandersetzung und bestehende Präventionsmaßnahmen.

Wer überwiegend vollwertig und pflanzlich isst, schützt die eigene Gesundheit und schont ­zugleich planetare Ressourcen

Klimafreundliche Ernährung im Betrieb – ein betriebsärztliches Handlungsfeld

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Klimawandel und ungesunde Ernährung sind zwei der bedeutendsten ­Gesundheitsrisiken unserer Zeit – und sie sind eng miteinander verknüpft. Die Planetary Health Diet bietet als weltweite Referenzernährung einen wissenschaftlich fundierten Rahmen, der individuelle Gesundheit und planetare Nachhaltigkeit verbindet. Die für Deutschland gültigen Ernährungsempfehlungen wurden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht. Für Betriebsärztinnen und Betriebsärzte eröffnen sich konkrete Handlungsoptionen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Abb. 1:    Leistungsverhalten in der Wärme (aus Wenzel u. Piekarski 1982)

Hitzefolgen und Hitzeprävention im Betrieb

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Der betriebsärztlich propagierte Hitzeschutz sollte immer eng mit Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen verknüpft sein, da der bei weitem beste Hitzeschutz immer der Klimaschutz sein wird. Es sollten also nicht nur die Klimaanpassung – also der klassische Hitzeschutz –, sondern auch die Mitigation – also die Verminderung der Klimafolgen durch Klimaschutz – ihren Platz in der Arbeit der Arbeitsmediziner und Arbeitsmedizinerinnen finden.

Journal Information

Electronic ISSN
2363-4669

Print ISSN
0944-6052