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Neueste ASU-Artikel aus der Wissenschaft

Tödliche Gewaltereignisse bei Versicherten der ­Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) im Zeitraum 2015 bis 2025

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Tödliche Gewaltereignisse im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege sind selten. Zur Identifikation von Risikokonstellationen wurde eine Auswertung tödlicher Gewalttaten an BGW-Versicherten durchgeführt. Die Analyse der Einzelfälle zielt darauf ab, Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung evidenzbasierter Präventionsstrategien zu identifizieren sowie eine differenzierte Risikobewertung und betriebliche Sicherheitsstrategien für besonders gefährdete Tätigkeitsfelder zu entwickeln.

Wie gehen Betriebsärztinnen und Betriebsärzte mit dem Thema Wechseljahre um? Eine Querschnittsbefragung unter Betriebsärztinnen und -ärzten in Deutschland

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Hintergrund: Knapp neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich im Wechseljahresalter und ein Großteil davon ist erwerbstätig. Wechseljahresbeschwerden können die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigen und können mit relevanten volkswirtschaftlichen Kosten verbunden sein. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte nehmen eine Schlüsselrolle bei der arbeitsmedizinischen Beratung ein, jedoch unterscheiden sich ihre strukturellen Arbeitsbedingungen deutlich. Ziel dieser Studie war es, Wissensstand und Handlungspraxis von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten zu Wechseljahresbeschwerden zu untersuchen und Unterschiede zwischen externen und betriebsintern angestellten Ärztinnen und Ärzten zu analysieren.

Abb. 1:    Nutzung von UV-Schutzmaßnahmen nach Geschlecht (Anteil „Immer“ oder „Oft“ in %, n = 450)
 
 Fig. 1: Use of UV protection measures by gender (percentage of respondents who answered „always“ or „often“, n = 450)

Sonnenschutz beim Wandern in den deutschen Alpen: Eine quantitative Analyse des Sonnen­expositionsverhaltens

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JUNGE FORSCHUNG

Executive Summary

Kennzahlen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement: Analyse allgemeiner und arbeitsbezogener Gesundheitskompetenz zur Vorhersage der Arbeitsfähigkeit durch Erklärbare Künstliche Intelligenz

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EXECUTIVE SUMMARY

Neueste ASU-Artikel aus der Praxis

Abb. 1:    Schultergelenk mit kritischem Schulterwinkel (eigene Darstellung)

Rotatorenmanschettenruptur bei ­einer Pflegekraft – ein Fallbeispiel zur neuen BK 2117

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Die Rotatorenmanschette der Schulter wird durch mehrere Sehnen gebildet. Die am häufigsten von Läsionen betroffene ist dabei die Supraspinatussehne. Verschiedene berufliche Expositionen können das Risiko für eine Rotatorenmanschettenläsion (RML) erhöhen. Im April 2025 wurde die RML in die Liste der Berufskrankheiten (BK) unter der Ziffer 2117 aufgenommen. Wie bei neuen BK üblich, bestehen trotz der ausführlichen wissenschaftlichen Begründung für diese BK noch Unsicherheiten, in welchen Situationen eine Meldung als Verdachtsfall sinnvoll ist und wie diese Fälle begutachtet werden sollen. An dieser Stelle wird ein Fallbeispiel einer Pflegekraft präsentiert, die die arbeitstechnischen Voraussetzungen für eine BK 2117 erfüllt, bei der der Gutachter jedoch eine Ablehnung der BK aufgrund eines erhöhten Schulterwinkels im Röntgenbild empfiehlt. Nach kritischer Würdigung der Literatur kam die interne Qualitätssicherung der betroffenen Berufsgenossenschaft bei der Begutachtung jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Arbeitsunfähigkeitsatteste: Nicht die Patienten, sondern die Ärzte, Juristen und Politiker sind verantwortlich

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Die Debatte um eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag greift nach Ansicht des Autors zu kurz. Nicht kurzfristige Fehlzeiten, sondern vor ­allem lang andauernde Arbeitsunfähigkeiten verursachen den größten Teil der Ausfalltage. Der Beitrag zeigt anhand rechtlicher Grundlagen und konkreter Fallbeispiele, dass Arbeitsunfähigkeit sorgfältig und tätigkeitsbezogen beurteilt werden muss – und plädiert für eine Rückbesinnung auf eine ­unabhängige, am Patientenwohl orientierte ärztliche Entscheidung.

Die Arbeitsmedizin in einer ­KI-geprägten Welt – aus Sicht der KI

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Wir leben aktuell in einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche. Einer der Gründe hierfür ist der Einsatz von KI und Robotik in allen Bereichen unseres Lebens. Besonders stark trifft dies auf die Arbeit zu. Inzwischen wird auch in der Gesellschaft immer mehr über die Auswirkungen des Einsatzes von KI und Robotern im Arbeitsbereich diskutiert. Viele Menschen haben Angst, dass KI und KI gesteuerte Roboter über kurz oder lang ihre Arbeit übernehmen. Gilt dies auch für die Arbeitsmedizin? Es ist unwahrscheinlich, dass hier alles so bleiben wird, wie es bisher war. Die Autorin interessierte daher, was die KI selbst (in diesem Fall der Chatbot „Claude“) für Vorstellungen dazu hat. Folgende Fragen wurden Claude daher gestellt.

Arbeitsmedizin in China: Medizinische Betreuung vor, während und nach Entsendungen

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Welche medizinischen Schritte sind bei Entsendungen nach China wichtig? Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie Mitarbeitende – und bei Bedarf auch ihre Familien – vor der Ausreise, während des Aufenthalts und nach der Rückkehr arbeitsmedizinisch begleitet werden: von Vorsorge und Impfstatus über Versicherung, Notfall- und Versorgungsnetzwerke bis zur strukturierten Nachbetreuung.

Nahrungsergänzungsmittel – Was wirkt, was wirkt nur gefühlt, was schadet?

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Die Ernährungsmedizin hat in der Arbeitsmedizin eine zentrale Bedeutung, da Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Beschäftigungsfähigkeit ausübt. Dieser bezieht sich nicht nur auf Prävention und Therapie von chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Hypertonie, kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Krankheiten, sondern auch auf kurzfristige, in der Arbeitswelt von heute sehr relevanten Faktoren wie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden von Beschäftigten. Die Schaffung einer „ernährungsfreundlichen“ Arbeitsumgebung sowie das Angebot von Informationen oder BGF-Maßnahmen zum Thema Ernährung tragen positiv zur Motivation und damit auch wieder zur Produktivität der Beschäftigten bei.

Die Rolle der Arbeitsmedizin im ­Betrieblichen Gesundheitsmanagement

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Der Kongress „Health in Care Professions“ des Verbands deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) widmet sich den besonderen Anforderungen der arbeitsmedizinischen Betreuung in Pflege- und Sozialberufen. Die Premiere des Kongresses im Mai 2025 bot mit vielen Vorträgen und Seminaren fundierte Einblicke in die vielfältigen Herausforderungen für Betriebsärztinnen und -ärzte sowie arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal. In dieser Serie stellen wir ausgewählte Beiträge vor, die zentrale Themen und praxisrelevante Erkenntnisse zusammenfassen.

Anforderungen an eine menschengerechte Gestaltung der Arbeitszeit im Wandel 1

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Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein zentrales Anliegen bei der Gestaltung der Arbeitszeit und steht dabei in einem Spannungsfeld zwischen betrieblichen und individuellen Bedürfnissen. Der Beitrag geht auf zentrale Gestaltungsdimensionen von Arbeitszeit sowie auf das Arbeitszeitgesetz als arbeitswissenschaftlich fundierten Schutz- und Gestaltungsrahmen ein. Anschließend werden vor dem Hintergrund des aufgezeigten Spannungsfeldes aktuelle Reformvorhaben und arbeitszeitpolitische Debatten kurz umrissen.

Abb. 1:    Kühlprinzip der hybriden Kühlweste

Kühlwesten im betrieblichen ­Hitzeschutz

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Hitze belastet Beschäftigte im Freien zunehmend und stellt Betriebe vor neue Herausforderungen im Arbeitsschutz. Dabei gelten Kühlwesten zunehmend als vielversprechende Maßnahme zur Reduktion der Hitzebelastung. Doch wie wirksam sind sie unter realen Arbeitsbedingungen? Dieser Beitrag stellt die Ergebnisse einer Felduntersuchung mit Kurierfahrenden vor und zeigt, worauf Betriebe beim Einsatz von Kühlwesten achten sollten.

Abb. 1:    Armband PPG Sensor (links), Smartphone mit KIWorx-App (Mitte), smarter Monitor der ­Arbeitsumgebung (rechts)

Langfristige Belastungsmessungen als Basis einer orientierenden Gefähr­dungsbeurteilung

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Zur Beurteilung der arbeitsbedingten Beanspruchung werden physische, psychische und umgebungsbedingte Einflüsse auf die arbeitende Person simultan erfasst. Dieser Beitrag beschreibt ein Messsystem, das optische Pulssensoren (Wearables) mit intelligenter Sensorik zur Umgebungsüberwachung kombiniert. Es ermöglicht Langzeitmessungen ohne die ständige Anwesenheit von Fachpersonal bei gleichzeitiger Gewährleistung einer sicheren lokalen Datenspeicherung und weist eine hohe Übereinstimmung mit etablierten Screening-Verfahren zur Arbeitsplatzbewertung auf.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-P): Den Prozess wirksam gestalten

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Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-P) endet in der betrieblichen Praxis häufig nach Ermittlung und Beurteilung. Damit Maßnahmen entwickelt und umgesetzt werden können, müssen zentrale Voraussetzungen bereits bei der Planung des Gesamtprozesses berücksichtigt werden. Der Beitrag zeigt, wie die GB-P als organisationaler Lern- und Veränderungsprozess geplant und gestaltet werden kann.

Psychische Belastung: Sind Grenzwerte möglich?

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Für chemische und physikalische Gefährdungen gibt es seit Langem Grenzwerte. Für psychische Belastung fehlen sie bislang. Der Beitrag diskutiert, ob sich mehrheitlich toxikologische Konzepte auf psychische Belastungen übertragen lassen, und zeigt, warum dies derzeit kaum gelingt. Statt starrer Grenzwerte empfiehlt sich zunächst ein gestuftes Vorgehen mit Orientierungswerten als „yellow flags“, bis ein Weg oder Standard zur Grenzwertbildung gefunden ist.

Normung im Bereich der arbeits­bezogenen psychischen Belastung (DIN EN ISO 10075) und Folgerungen für die betriebliche Praxis

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Der Beitrag zeigt Entwicklungen im Bereich der psychischen Belastung und Beanspruchung im Kontext des deutschen Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf. Insbesondere werden dabei die Aktivitäten der Ergonomie­normung zur psychischen Belastung und Beanspruchung sowie zu den Beanspruchungsfolgen skizziert. Dabei fokussiert sich der Text auf die Begrifflichkeiten und das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept sowie auf die Neuausrichtung des im Jahr 2024 überarbeiteten zweiten Teils der Norm, der für Arbeitsgestaltende und andere Stakeholder in Unternehmen wichtige Empfehlungen für die ergonomisch günstige Gestaltung von Arbeitssystemen beinhaltet. Dabei wird gezeigt, dass die konzeptuelle Unterscheidung der Begriffe Belastung und Beanspruchung weiterhin auch für die Praxis von großer Relevanz ist.

Trockene Augen bei Bildschirmarbeit

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Klinische Fachinformation für Ärztinnen/Ärzte, Gutachterinnen/Gutachter und medizinisches Personal

KI-Assistenz für sensible ­ Sozialdaten – Das System SoKI

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Künstliche Intelligenz wird immer häufiger auch in sozialen Berufen eingesetzt. Besonders groß ist ihr Potenzial in den Bereichen Dokumentation, Berichterstellung und Wissensmanagement. Das System SoKI von Theodor Schöwitz und seinen Kollegen des Kollektivbetriebs Sozial KI zeigt, wie KI-Anwendungen datenschutzkonform für die Arbeit mit Sozialdaten eingesetzt werden können und welche Chancen sich daraus auch für die Arbeits- und Sozialmedizin ergeben.

Krebsprävention und ­Früherkennung im Betrieb

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Der Arbeitsplatz ist ein bislang unterschätzter Ort der Krebsprävention. Betriebe erreichen Menschen kontinuierlich – oft besser als klassische Präventionsangebote im Gesundheitssystem. Arbeitsmedizinische Fachkräfte können Beschäftigte frühzeitig für Krebsrisiken sensibilisieren, Prävention in den Arbeitsalltag integrieren und die Teilnahme an Früherkennung fördern. Projekte wie das von der Deutschen Krebshilfe geförderte Verbundprojekt ONCOnnect zeigen, wie Unternehmen, Arbeitsmedizin und onkologische Zentren dabei erfolgreich zusammenarbeiten können.

Journal Information

Electronic ISSN
2363-4669

Print ISSN
0944-6052

 

Erscheinungsweise: ASU erscheint monatlich mit 12 regulären Ausgaben pro Kalenderjahr.
Erscheinungsform: Print und online.
Publikationsmodell: Heftbasierte Publikation; Beiträge werden der jeweiligen Monatsausgabe zugeordnet.

 

Publication schedule: ASU is published monthly, with 12 regular issues per calendar year.
Publication format: Print and online.
Publication model: Issue-based publication; articles are assigned to the corresponding monthly issue.