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In einem ersten intensiven Spitzengespräch versicherten der Präsident Professor Thomas Kraus und Geschäftsführer Dr. Thomas Nesseler (DGAUM) sowie Präsidentin Susanne Liebe und Vizepräsident Dr. Michael Drees (VDBW) sich ihrer als komplementär verstandenen Zusammenarbeit und verständigten sich darauf, die als gemeinsam erkannten Aufgaben gewinnbringend zu bewältigen.
Neben den vielen inhaltlichen Fragestellungen, wie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte Unternehmen und Beschäftigte vor dem Hintergrund einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt und unter zum Teil als krisenhaft erlebten Bedingungen bei dem Ziel, Beschäftigungsfähigkeit sicherzustellen, unterstützen können, geht es aktuell insbesondere auch darum, für die hierfür notwendigen gesetzlichen Grundlagen wie das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und die DGUV Vorschrift 2 konsequent einzutreten. Ganzheitliche Betreuung der Beschäftigten kann nur mit arbeitsmedizinischer Expertise gelingen, die auch Klein- und Kleinstunternehmen erreicht. Dazu braucht es Ideen, Mut und den Willen, neue Konzepte zu denken sowie den Schulterschluss mit den Partnerinnen und Partnern im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz einzugehen. Die Überlegungen schließen eine selbstverständliche Berücksichtigung der Arbeits- und Betriebsmedizin für ein Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) genauso ein wie eine Anbindung an die Telematikinfrastruktur.
Als Vertreterinnen und Vertreter der wissenschaftlichen Fachgesellschaft einerseits und der überwiegend praktizierenden Betriebsärztinnen und Betriebsärzte andererseits verstehen die Spitzen beider Verbände den Mehrwert einer intensivierten Zusammenarbeit sowohl als eine Stärkung der für die gesamte Betriebsärzteschaft stellvertretenden Verhandlungsposition gegenüber Politik und anderen Interessenvertretungen als auch für die Zielerreichung, mit klugen Instrumenten und Konzepten eine evidenzbasierte Versorgung der 46 Millionen Beschäftigten sicherzustellen.