Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Neues Master-Studium MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin in Österreich

New Master‘s program MSc (CE) in Occupational and Organizational Medicine combines in-depth specialized knowledge with interdisciplinary skill enhancement: a milestone for acquiring expert knowledge in Occupational Medicine in Austria

A new Master’s program offered by the Austrian Academy for Occupational Medicine and Prevention (AAMP) in cooperation with Medical University of Vienna provides occupational physicians, for the first time, with comprehensive advanced training at the specialist level in their core competency of occupational medicine, combined with the interdisciplinary skill enhancement that has already proven successful in previous Master’s programs in organizational medicine. The following article provides an overview of occupational medicine and organizational medicine as components of holistic occupational health management as well as the objectives, content and structure of the new academic continuing education program.

doi:10.17147/asu-1-399186

Neues Master-Studium MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin vereint fachliche Vertiefung mit einer interdisziplinären Kompetenzerweiterung: ein Meilenstein für den Erhalt von Expertise im Fach Arbeitsmedizin in Österreich

Ein neuer Master-Lehrgang der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) in Kooperation mit der MedUni Wien bietet Arbeitsmedizinern erstmals eine umfassende fachliche Vertiefung auf fachärztlichem Niveau in ihrer Kernkompetenz Arbeitsmedizin, kombiniert mit der bereits in vorherigen Masterlehrgängen bewährten interdisziplinären Kompetenzerweiterung in Organisationsmedizin. Der folgende Artikel gibt einen Überblick über Arbeitsmedizin und Organisationsmedizin als Bestandteile eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie über Ziele, Inhalte und Struktur des neuen akademischen Weiterbildungsangebots.

Kernaussagen

  • Das neue Master-Studium MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin kombiniert erstmals eine interdisziplinäre Kompetenzerweiterung mit einer fachlichen Vertiefung auf fachärztlichem Niveau.
  • Absolventinnen und Absolventen erwerben neben der Berufsberechtigung Arbeits­mediziner/-in auch Kompetenzen für gutachterliche Tätigkeiten für arbeitsmedizinische Fragestellungen, für Forschung und Lehre, für leitende Funktionen in arbeitsmedizinischen Betreuungs­einrichtungen sowie für das Gesundheitsmanagement von Unternehmen.
  • Ausgangslage

    Derzeit gibt es in Österreich ca. 100 Fachärztinnen und Fachärzte für Arbeitsmedizin und angewandte Physiologie. Aufgrund von Pensionierungen und einer geringen Anzahl an fachärztlichen Ausbildungsstellen ist die Tendenz fallend. Damit droht eine Lücke im Erhalt des erforderlichen Tiefenwissens in diesem Fachbereich.

    Ein neuer Master-Lehrgang, den die Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) unter Mitarbeit von Expertinnen und Experten aus Österreich und Deutschland entwickelt hat und in Kooperation mit der MedUni Wien anbietet, soll Abhilfe schaffen: Er bietet Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern eine umfassende fachliche Vertiefung in ihrer Kernkompetenz Arbeitsmedizin. Die Vertiefung in diesem Fachbereich befasst sich nicht nur mit arbeitsbedingten Erkrankungen, sondern auch mit den Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen beziehungsweise therapeutischen Maßnahmen und Arbeitsfähigkeit sowie der prognostischen Einschätzung. Die Lehrinhalte umfassen die wesentlichsten Erkrankungen der einzelnen Organgruppen und werden durch ausgewählte Praktika ergänzt. Damit sollen auch in Zukunft Fachleute für die Erstellung von arbeitsmedizinischen Zusammenhangsgutachten im fachspezifischen Themenbereich oder von wissenschaftlichen Studien sowie für die arbeitsmedizinische Lehre ebenso wie für Leitungsfunktionen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann der Lehrgang auch die vorwiegend praktische Kompetenzvermittlung von Erfahrungen und Fertigkeiten im Rahmen der fachärztlichen Ausbildungsstellen durch Abdeckung theoretischer Inhalte unterstützen.

    Zusätzlich zur fachlichen Vertiefung beinhaltet der Lehrgang eine Kompetenzerweiterung in „Organisationmedizin“, einem interdisziplinären Ansatz zur Erhaltung und Förderung von körperlicher und psychischer Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Sinne eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements. Der Universitätslehrgang führt in diesem Bereich Elemente aus den Fachdisziplinen Medizin, Psychologie und Management zusammen und vermittelt die „Sprache des Unternehmens“. Anhand konkreter Problemstellungen werden die Wahrnehmung für die Mechanismen innerhalb von Unternehmen geschärft, die Fähigkeiten im Prozess- und Projektmanagement weiterentwickelt und die Skills, interdisziplinäre Lösungsansätze innerhalb der Gruppen der Stakeholder erfolgreich und erfolgsversprechend lancieren zu können, verbessert. Dadurch wird es Absolvierenden ermöglicht, sich erfolgreich in Management-Entscheidungen einzubringen.

    Der postgraduale Lehrgang setzt auf der arbeitsmedizinischen Ausbildung sowie einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufserfahrung auf und schließt mit dem Titel MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin ab.

    Das neue Master-Studium kombiniert somit eine interdisziplinäre Kompetenzerweiterung mit einer fachlichen Vertiefung auf fachärztlichem Niveau.

    Arbeitsmedizin und Organisations­medizin – Bestandteile eines ­gesamtbetrieblichen Gesundheitsmanagements

    Gemäß ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG; BGBl. Nr. 450/1994, in der geltenden Fassung [idgF]) besteht für jeden österreichischen Betrieb die Verpflichtung, für eine arbeitsmedizinische Betreuung seiner Beschäftigten zu sorgen.

    Als Arbeitsmedizinerin oder -mediziner tätig werden dürfen gemäß ASchG beziehungsweise Ärztegesetz 1998, (BGBl. I Nr. 169/1998, idgF) nur Ärztinnen und Ärzte, die zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufs berechtigt sind und zusätzlich eine arbeitsmedizinische Ausbildung absolviert haben. Diese Ausbildung ist durch die Verordnung des Bundesministers für Gesundheit über die arbeitsmedizinische Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten (BGBl. Nr. 489/1995, idgF) geregelt und darf nur von einer anerkannten Akademie für Arbeitsmedizin durchgeführt werden. Die Absolvierung des Basisteils Arbeitsmedizin des Universitätslehrgangs Arbeits- und Organisationsmedizin – MSC (CE) berechtigt – als Koopera­tionslehrgang der Medizinischen Universität Wien und der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) – zur Ausübung des Berufs Arbeitsmedizinerin/Arbeitsmediziner und damit zur Übernahme einer arbeitsmedizinischen Tätigkeit in Unternehmen, soweit alle sonstigen gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.

    Über diese arbeitsmedizinische Versorgung durch sogenannte Diplomärztinnen und -ärzte hinaus regelt die Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 (ÄAO 2015; BGBl. II Nr. 147/2015, idgF) die Ausbildung zur/zum Fachärztin/Facharzt für Arbeitsmedizin und angewandte Physiologie. Der praktische Teil dieser Sonderfach-Schwerpunktausbildung findet in der Regel in Arbeitsmedizinischen Zentren (AMZ) statt. Derzeit gibt es allerdings sehr wenige Ausbildungsstellen, die nach der ÄAO 2015 zur Durchführung der Sonderfachausbildung berechtigt sind. Aus diesem Grund steht zu befürchten, dass in Zukunft vertiefte arbeitsmedizinische Expertise in Österreich nicht in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen wird. Die Berücksichtigung eines „Vertiefungsteils Arbeitsmedizin“ im Universitätslehrgang (ULG) MSc (CE) Arbeits- und Organisa­tionsmedizin soll gewährleisten, dass Lehrgangsabsolvierende vertiefte fachtheoretische Kenntnisse erwerben und damit auch weiterhin arbeitsmedizinische Expertinnen und Experten auf fachärztlichem Niveau verfügbar sind. Darüber hinaus unterstützt dieser Lehrgangsteil durch Vermittlung
    theoretischen Wissens auch die vorwiegend praktische Kompetenzvermittlung von Erfahrungen und Fertigkeiten im Rahmen der fachärztlichen Ausbildungsstellen nach der ÄAO 2015.

    Anders als für die Arbeitsmedizin gibt es für die Organisationsmedizin keine rechtliche Grundlage. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Erweiterung beziehungsweise freiwillige Höherqualifizierung für Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner, die sich durch Erlernen der „Sprache des Unternehmens“ besser in die Strukturen von Unternehmen integrieren und daher Kenntnisse und Fertigkeiten aus den Bereichen Management, Psychologie sowie Gesundheitsmanagement aneignen wollen. Die Organisationsmedizin als ausschließlich Medizinerinnen und Medizinern vorbehaltene Spezifität ist eine Neuentwicklung auf dem Gebiet der Präventivmedizin in Unternehmen. Es existieren daher keine direkt vergleichbaren (Universitäts-)Lehrgänge. Absolvierende des Universitätslehrgangs besitzen ein absolutes Alleinstellungsmerkmal als medizinisch-ärztliche Sachverständige für den Zusammenhang von Arbeit, Organisation und Gesundheit.

    Der erfolgreiche Abschluss des Universitätslehrgangs bietet somit die Möglichkeit,

  • als selbständige oder angestellte Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner in ein direktes Arbeitsverhältnis mit einem oder mehreren Unternehmen zu treten,
  • für ein arbeitsmedizinisches Zentrum tätig zu werden,
  • im Auftrag der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) die Betreuung von Kleinbetrieben mit weniger als 50 Beschäftigten zu übernehmen, und darüber hinaus
  • als Gutachterin/Gutachter für arbeitsmedizinische Fragestellungen, zum Beispiel in Verfahren zur Anerkennung von Berufskrankheiten,
  • in der Forschung und Lehre über arbeitsmedizinische Themenstellungen,
  • in einer leitenden Funktion in arbeitsmedizinischen Betreuungseinrichtungen,
  • als Fachkundige bei einschlägigen Behörden und Sozialversicherungen oder
  • als Gesundheitsmanagerin/-manager in privaten Unternehmen
  • tätig zu werden.

    Arbeits- und Organisationsmedizin ist ein ganzheitlicher präventiver Ansatz zur Förderung und Erhaltung von körperlicher und psychischer Gesundheit sowie der Leistungsfähigkeit mit Fokus auf der Arbeitswelt.

    Der Lehrgang: Ziele, Inhalte, ­Struktur

    Im Zentrum des Universitätslehrgang MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin stehen einerseits die Erlangung der erforderlichen Theorieinhalte (= Wissenskompetenz) sowie die Übung und Anwendung des Wissens anhand konkreter Beispiele (= Handlungskompetenz). Die Verknüpfung beider Kompetenzen ermöglicht eine Umsetzung in der betrieblichen Praxis und damit eine qualitativ hochwertige und effektive Tätigkeit. Die Erläuterung von medizinischen, psychologischen, technologischen und ökonomischen Zusammenhängen nimmt im Masterlehrgang eine ebenso wichtige Rolle ein wie die Vorbereitung auf die Funktion als unabhängige, sachverständige Beratende für Arbeitgeber und Beschäftigte.

    Des Weiteren werden die vertieften theoretischen Fachkenntnisse vermittelt, die benötigt werden, um Studien und Zusammenhangsgutachten auf fachärztlichem Niveau zu erstellen.

    Schließlich vermittelt der Lehrgang die theoretisch-fachlichen Grundlagen und die entsprechenden Terminologien, die Organisationsmedizinerinnen und -mediziner zum Verständnis von und zur Kommunikation mit unterschiedlichen Funktionstragenden im Unternehmen sowie zur Konzeption ganzheitlicher, systemischer Lösungsansätze benötigen.

    Ausgehend von den beruflichen Anforderungen werden im Universitätslehrgang MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin Qualifikationen in den folgenden Kategorien vermittelt:

  • Fachliche und methodische Kenntnisse über:
  • Ziele und Aufgaben der Arbeitsmedizin,
  • gesetzliche Regelungen betreffend Arbeitnehmerschutz, Arbeitsrecht und Verwendungsschutz,
  • arbeitsmedizinische und arbeitsphysiologische Basismodelle,
  • Eigenschaften, Vorkommen und Wirkungen physikalischer, chemischer und biologischer Gefährdungen am Arbeitsplatz,
  • Arbeitsorganisationsformen und Unternehmensstrukturen und deren Auswirkung auf das physische und psychische Befinden von Beschäftigten,
  • arbeitsplatzbezogene Mess- und Erhebungsmethoden,
  • Beurteilung von Gefährdungen und Risikoanalyse (Arbeitsplatzevaluierung),
  • arbeitsmedizinisch relevante Untersuchungen und Diagnostik,
  • Kriterien der Eignung/Nichteignung für die Durchführung bestimmter Tätigkeiten,
  • Möglichkeiten, Mittel und Methoden zur Verhinderung beziehungsweise Reduktion der Beanspruchung und Gefährdung durch chemische, biologische, physikalische, physische und psychische Belastungen (Verhältnisprävention),
  • Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Verhaltensprävention,
  • Rechnungswesen und Kostenrechnung,
  • rechtliche Verantwortung von Arbeitsmedizinerinnen und -medizinern,
  • fachspezifische Innere Medizin,
  • fachspezifische Pneumologie,
  • fachspezifische Orthopädie,
  • fachspezifische Psychiatrie und Neurologie,
  • fachspezifische Dermatologie,
  • Berufstoxikologie,
  • betriebliches Eingliederungsmanagement,
  • strategisches Management,
  • Personalmanagement,
  • Arbeits-, Organisations-, Gesundheits- und Notfallpsychologie,
  • Coaching, Teambildung, Konfliktmanagement,
  • Kommunikationstechniken,
  • wissenschaftliches Arbeiten.
  • Kognitive und praktische Fertigkeiten: Absolvierende sollen aufgrund ihrer im Lehrgang erworbenen analytischen Fähigkeiten in der Lage sein, basierend auf Wissen, Beobachtungen und Gesprächen Hinweise auf Mängel in der Arbeitsplatzgestaltung zu erkennen, bestehende Gefährdungen und Risiken zu beurteilen und die notwendigen Maßnahmen abzuleiten. Sie können die erforderlichen arbeitsmedizinischen Untersuchungen durchführen, die Ergebnisse interpretieren und arbeitsbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen diagnostizieren. Sie sind in der Lage, geeignete präventive Maßnahmen vorzuschlagen und deren Umsetzung steuernd zu begleiten. Ebenso können sie an die Anforderungen im Unternehmen angepasste Gesundheitsförderungsprojekte entwickeln und individuelle Gesundheitsberatung leisten. Sie sind in der Lage, die Erste Hilfe in Unternehmen zu organisieren. Des Weiteren können sie ein Budget für die arbeitsmedizinische Einrichtung sowie auf Basis von Symptomen, Befunden etc. Stellungnahmen im Sinne von arbeitsmedizinischen Zusammenhangsgutachten erstellen. Darüber hinaus können sie die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen zur optimalen Leistungserbringung definieren und systemisch-integrative Lösungsansätze zu Fragestellungen des Personaleinsatzes und der Personalentwicklung generieren. Schlussendlich sind sie in der Lage, wissenschaftliche Studien über fachspezifischen Problemstellungen zu erarbeiten.
  • Soziale Kompetenzen: Die Absolvierenden denken und agieren ganzheitlich und interdisziplinär. Sie kooperieren verantwortlich mit inner- und außerbetrieblichen Ansprechpartnern. Sie können situationsangepasst und zielgerichtet mit Unternehmensleitung, betrieblichen Beschäftigten und beteiligten Behörden kommunizieren. Dies umfasst die Information über einschlägige gesetzliche Vorschriften, die Beratung und Überzeugung von Unternehmensleitung und Beschäftigten hinsichtlich der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen sowie die Interaktion mit Versicherungsträgern und Aufsichtsbehörde. Sie können die Folgen für Mitarbeitende aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen beziehungsweise einer Nichteignung abschätzen und empathisch handeln. Schließlich sind sie fähig, Führungskräfte fachlich kompetent und unter Einbeziehung interdisziplinärer Ansätze zu beraten sowie die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten zu entwickeln und zu stärken.
  • Der Universitätslehrgang dauert sieben Semester mit 856 akademischen Stunden Unterricht zur Vermittlung von Fachtheorie, praktischen Fertigkeiten sowie prozessorientierter Vorgehensweise und 1907 Stunden Selbststudium (Blended Learning), entsprechend insgesamt 102 ECTS-Punkten. Unter Berücksichtigung der fächerübergreifenden mündlichen Zwischen- sowie Abschlussprüfungen (jeweils 1 ECTS-Punkt, in Summe 3 ECTS-Punkte) sowie der Masterarbeit
    (15 ECTS-Punkte) ergeben sich für den Universitätslehrgang „MSc (CE) Arbeits- und Organisationmedizin“ 120 ECTS-Punkte.

    Folgende Binnengliederung liegt dem Universitätslehrgang Arbeits- und Organisationsmedizin – MSc (CE) zugrunde (vgl. auch ➥ Abb. 1):

    Die Höchststudiendauer beträgt 9 Semester, das entspricht der vorgesehenen Studienzeit zuzüglich 2 Semestern. Der Universitätslehrgang wird berufsbegleitend geführt, die Lehrveranstaltungen werden in deutscher Sprache abgehalten.

    Zulassungsvoraussetzungen und Abschluss

    Der erste Masterlehrgang startet im März 2025 und erstreckt sich bis Juni 2027. Mit Ausnahme der Sommermonate findet in der Regel ein Präsenzmodul á drei bis vier Tage pro Monat statt.

    Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätslehrgang ist der Nachweis über:

    a) ein abgeschlossenes ordentliches Universitätsstudium im Ausmaß von mindestens 180 ECTS (oder ein gleichwertiges an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung abgeschlossenes Studium im Umfang von 180 ECTS) in Humanmedizin,

    b) die Berechtigung zur selbstständigen Ausübung des ärztlichen Berufs (Diplom als Ärztin/Arzt für Allgemeinmedizin oder fachärztliches Diplom, Approbation) odereine laufende, fortgeschrittene Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Arbeitsmedizin und angewandte Physiologie und einen abgeschlossenen Lehrgang gemäß Verordnung über die arbeitsmedizinische Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten (idgF),

    c) eine arbeitsmedizinische Betreuungstätigkeit gemäß ASchG über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren im Umfang von mindestens zehn Wochenstunden.

    Vorausgesetzt werden Computerkenntnisse, die eine problemlose Nutzung einer Lehr- und Lernplattform, die Benützung von Literaturdatenbanken sowie das Abfassen der Masterarbeit ermöglichen.

    Im Rahmen des Universitätslehrgangs MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin ist eine Masterarbeit in deutscher oder englischer Sprache abzufassen.

    Die Prüfungen beziehungsweise Studienleistung im Universitätslehrgang MSc (CE) Arbeits- und Organisationsmedizin bestehen aus

  • studienbegleitenden Prüfungen:
  • Lehrveranstaltungsprüfungen in Vorlesungen,
  • Lehrveranstaltungen mit immanentem Prüfungscharakter,
  • fächerübergreifende kommissionelle Zwischenprüfung über den Basisteil Arbeitsmedizin,
  • fächerübergreifende kommissionelle Zwischenprüfung über den Aufbauteil Organisationsmedizin;
  • schriftliche Masterarbeit und Verteidigung der Masterarbeit („Masterprüfung“),
  • fächerübergreifende kommissionelle Ab­schlussprüfung über den Aufbauteil Vertiefung Arbeitsmedizin.
  • Der erfolgreiche Abschluss des Universitätslehrgangs wird durch ein Abschlusszeugnis von der Medizinischen Universität Wien beurkundet und der akademische Grad „Master of Science (Continuing Education)“, abgekürzt „MSc (CE)“ verliehen. Nach positiver Absolvierung der kommissionellen Zwischenprüfung über den Basisteil Arbeitsmedizin – entsprechend der Verordnung über die arbeitsmedizinische Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten – wird ein Zertifikat der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP) mit der Bezeichnung „Arbeitsmedizinerin/Arbeitsmediziner“ ausgestellt.

    Interessenkonflikt: Die Autoren geben an, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.

    Koautor

    DDr. med. univ. Karl Hochgatterer, M.Sc.
    Österreichische Akademie für ­Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP); Clemens Holzmeister Straße 6; 1100 Wien

    Kontakt

    Dr. phil. Stefan Koth
    Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention (AAMP); Clemens Holzmeister Straße 6; 1100 Wien

    Foto: Georg Wilke

    Jetzt weiterlesen und profitieren.

    + ASU E-Paper-Ausgabe – jeden Monat neu
    + Kostenfreien Zugang zu unserem Online-Archiv
    + Exklusive Webinare zum Vorzugspreis

    Premium Mitgliedschaft

    2 Monate kostenlos testen