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Neueste ASU-Artikel aus der Wissenschaft

Neueste ASU-Artikel aus der Praxis

Trockene Augen bei Bildschirmarbeit

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Klinische Fachinformation für Ärztinnen/Ärzte, Gutachterinnen/Gutachter und medizinisches Personal

Abb. 1:    Einsatzfelder von KI-Systemen in sozialen und medizinischen Bereichen (eigene Darstellung, mit KI generiert)

KI-Assistenz für sensible ­ Sozialdaten – Das System SoKI

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Künstliche Intelligenz wird immer häufiger auch in sozialen Berufen eingesetzt. Besonders groß ist ihr Potenzial in den Bereichen Dokumentation, Berichterstellung und Wissensmanagement. Das System SoKI von Theodor Schöwitz und seinen Kollegen des Kollektivbetriebs Sozial KI zeigt, wie KI-Anwendungen datenschutzkonform für die Arbeit mit Sozialdaten eingesetzt werden können und welche Chancen sich daraus auch für die Arbeits- und Sozialmedizin ergeben.

Abb. 1:   Früherkennungszeitstrahl. NEUERUNGEN: Bei der Darmkrebsfrüherkennung sind seit April 2025 Männer und Frauen gleichermaßen ab 50 Jahren angesprochen. Seit Juli 2025 empfiehlt die aktualisierte S3-Leitlinie zur Prostatafrüherkennung den PSA-Test statt der Tastunter­suchung. Seit April 2026 ist die Lungenkrebsfrüherkennung mittels jährlichen Niedrigdosis-CT eine Kassenleistung und der G-BA prüft derzeit, ob die Hautkrebsfrüherkennung bis Ende 2027 auf ein risikoadaptiertes Screening umgestellt wird

Krebsprävention und ­Früherkennung im Betrieb

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Der Arbeitsplatz ist ein bislang unterschätzter Ort der Krebsprävention. Betriebe erreichen Menschen kontinuierlich – oft besser als klassische Präventionsangebote im Gesundheitssystem. Arbeitsmedizinische Fachkräfte können Beschäftigte frühzeitig für Krebsrisiken sensibilisieren, Prävention in den Arbeitsalltag integrieren und die Teilnahme an Früherkennung fördern. Projekte wie das von der Deutschen Krebshilfe geförderte Verbundprojekt ONCOnnect zeigen, wie Unternehmen, Arbeitsmedizin und onkologische Zentren dabei erfolgreich zusammenarbeiten können.

DGUV-Fachgespräch zur „Expositionsermittlung und Begutachtung bei Benzoleinwirkungen (BK-Nr. 1318)“

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Unter der Moderation von Katrin Pitzke (IFA) und Dr. Dirk Pallapies (IPA) fand am 02. und 03.02.2026 in Berlin das DGUV-Fachgespräch zur „Expositionsermittlung und Begutachtung bei Benzoleinwirkungen (BK-Nr. 1318)“ unter Beteiligung von arbeitsmedizinischen Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertretern der Präventionsdienste und der Verwaltung der Unfallversicherungsträger sowie des IPA (Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der DGUV) und IFA (Institut für Arbeitsschutz der DGUV) statt. Ziel war der Austausch über Erfahrungen und Probleme sowie mögliche Lösungsansätze bei der Bearbeitung und Zusammenhangsbeurteilung der BK-Nr. 1318.

Abb. 1:    CKD Heatmap nach KDIGO Guideline 2024. Die Farben markieren Risikokategorien für das renale Progressionsrisiko und kardiovaskuläres Risiko (grün: niedriges Risiko; gelb: moderat erhöhtes Risiko; orange: hohes Risiko; rot: sehr hohes Risiko). GFR: Glomeruläre Filtrationsrate

Die stille Pandemie der chronischen Niereninsuffizienz

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Die chronische Nierenerkrankung (CKD) stellt eine der weltweit bedeutendsten, jedoch weiterhin unterschätzten Erkrankungen dar. Prognosen zufolge wird die CKD bis 2040 zu den führenden Todesursachen zählen. Trotz ihrer hohen Prävalenz bleibt die CKD häufig unerkannt. Die Arbeitsmedizin könnte ein bislang kaum genutztes Potenzial bieten, diese diagnostische Lücke zu schließen. Die Einbindung von CKD‑Screening in die Arbeitsmedizin stellt einen vielversprechenden Ansatz zur Verbesserung der CKD‑Früherkennung dar.

Der betriebsärztliche Bericht nach §5 DGUV Vorschrift 2 – lästige Pflicht oder gewinnbringendes Instrument?

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Auf Basis der überarbeiteten DGUV Vorschrift 2 und der dazugehörigen Regel werden die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie praxisnahe Empfehlungen für die Ausgestaltung des betriebsärztlichen Berichts dargestellt. Der Bericht schafft nicht nur Transparenz über die betriebsärztlichen Aktivitäten, sondern kann gezielt als strategisches Instrument genutzt werden, um die Präventions- und Gesundheitsentwicklung im Unternehmen nachhaltig voranzutreiben.

Tabelle 1:   Aktuelle Muster-Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer von 2018: Weiterbildungsinhalte Arbeitsmedizin und Betriebsmedizin, die sich explizit auf psychosoziale Belastungen und psychische bzw. psychosomatische Erkrankungen beziehen

Weiterbildung von Betriebsärztinnen und -ärzten in psychosozialen Frage­stellungen

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Die wachsende Bedeutung psychosozialer Belastungen sowie psychischer Beanspruchungen und Erkrankungen stellt Betriebsärztinnen und Betriebsärzte vor Herausforderungen. Neben der praktischen Weiterbildung und dem Pflicht-Weiterbildungskurs Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin gibt es durch die Psychosomatische Grundversorgung, die Zusatzweiterbildung Psychotherapie und das im Aufbau befindliche „Intensivseminar betriebsärztliche Psychofragen“ spezifische Angebote der kontinuierlichen Weiterbildung.

Tabelle 1:   Gemeldete Modulteilnahmen, absolut. Die Akademien sind aus Anonymitätsgründen mit Buchstaben gekennzeichnet

Anzahl der arbeitsmedizinischen Weiterbildungsqualifikationen auf Rekordniveau

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Die arbeitsmedizinische Weiterbildung verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg mit Rekordzahlen bei Weiterbildungsqualifikationen und hoher Nachfrage nach Kursen. Es besteht daher eine gute Aussicht, dass sich der prognostizierte Mangel an qualifizierten Ärztinnen und Ärzten dank des funktionierenden Quereinstiegs und der Attraktivität des Fachgebiets abwenden lässt. Es besteht jedoch weiterhin Bedarf an Reformen und inno­vativen Anpassungen der Versorgung.

Arbeitsmedizinische Nachwuchsgewinnung beginnt im Studium und braucht praktische Lernorte

Nachwuchs konsequent gewinnen

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Der Bedarf an arbeitsmedizinischer Expertise wächst, während viele Studierende das Fach kaum kennenlernen. Nachwuchsgewinnung gelingt, wenn Arbeitsmedizin früh sichtbar wird, praktische Erfahrungen ermöglicht, Mentoring bietet und Weiterbildung verlässlich strukturiert. Der Beitrag skizziert ein durchgängiges Fördermodell für Studium, Weiterbildung und regionale Netzwerke.

Abb. 1:   Schmerzempfinden auf der visuellen Analogskala (VAS) sowie Performance Assessment Capacity Test (PACT) im Vergleich vor und nach viermonatiger aMTT. BMW Group Werk Leipzig, Gesundheitsmanagement, n = 51. Die dargestellten eigenen Daten wurden im angepassten innerbetrieblichen Setting außerhalb der Studie „BGM innovativ“ erhoben und waren nicht Bestandteil dieser Studie

Ökonomische Effekte einer ­wirksamkeitsorientierten arbeits­medizinischen Betreuung

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Die Arbeitswelt wandelt sich kontinuierlich; moderne Arbeitsmedizin begleitet und gestaltet diesen Wandel dynamisch mit. Der klassische Arbeitsschutz bleibt mit der Vermeidung gesundheitlicher Schäden durch tätigkeitsbedingte Gefährdungen und Belastungen eine zentrale Säule ­betriebsärztlichen Handelns. Zugleich reicht das arbeitsmedizinische ­Wirkungsspektrum weit darüber hinaus: Bestehende Gefährdungen müssen systematisch adressiert, neue Risiken früh erkannt und tragfähige Antworten auf künftige Herausforderungen entwickelt werden.

Abb. 1:   Ansprüche an und Leistungen der Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizinische Qualität als I­nvestition – Kriterien für eine ­wirksame Betreuung

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Dieser Beitrag entwickelt ein allgemeines Verständnis arbeitsmedizinischer Betreuungsqualität. Qualität wird dabei als Grad verstanden, in dem Strukturen, Prozesse und Ergebnisse arbeitsmedizinischer Betreuung den gesetzlichen und gesellschaftlichen Schutzauftrag, medizinisch-wissenschaftliche und ärztlich-ethische Standards, die Rechte und gesundheitlichen Bedürfnisse der Beschäftigten sowie die betrieblichen Anforderungen an sichere, gesundheitsgerechte und nachhaltige Arbeit erfüllen. Diese Anspruchs­ebenen sind nicht beliebig gegeneinander verrechenbar: Unabhängigkeit, Schweigepflicht, fachliche Standards und Schutzrechte markieren verbindliche Grenzen.

Abbildung1: Ein strukturiertes Grippeschutzprogramm ist nicht nur kosteneffektiv und rentabel, sondern trägt auch zur Erhaltung der Produktivität der Belegschaft bei.
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Aktuelles Thema für die Arbeitsmedizin: „Grippeschutzimpfungen rechnen sich deutlich“

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ASU, die Zeitschrift für medizinische Prävention, verlieh in diesem Jahr einen „ASU Best Paper Award“ an Dr. Björn Schwander, Gründer der AHEAD GmbH in Bietigheim-Bissingen, und Prof. Dr. York Zöllner, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg.

Abb. 1:    Bei Menschen mit ME/CFS kann bereits eine geringe körperliche, geistige, emotionale 
oder sensorische Belastung eine Post-Exertional Malaise (PEM) auslösen. Hierunter versteht man eine oft verzögert eintretende und länger anhaltende schwerwiegende Verschlechterung der bestehenden Beschwerden

ME/CFS in der betriebsärztlichen Praxis: die wichtigsten begleitenden Maßnahmen

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Die Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronische Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die meist nach Infektionen auftritt und häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verbunden ist. Zentrales diagnostisches Merkmal ist die Post-Exertional Malaise (PEM), eine belastungsinduzierte Verschlechterung der Symptomatik mit verzögerter Erholung. Nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl postinfektiöser Erkrankungen nach der COVID-19-Pandemie gewinnt ME/CFS auch in der Arbeitsmedizin zunehmend an Bedeutung. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können wesentlich dazu beitragen, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, Fehleinschätzungen zu vermeiden und geeignete Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung, zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement und zum Erhalt der Erwerbsfähigkeit einzuleiten.

Die Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastung (GBU Psyche)

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Die Beurteilung psychosozialer Risiken im Arbeits- und Gesundheitsschutz wird oft eher als gesetzliche Pflicht denn als praktisches Instrument wahrgenommen. Dieser Artikel verdeutlicht, dass eine wirksame Umsetzung den Fokus auf die Arbeitsbedingungen statt auf die einzelnen Beschäftigten legt und kontextspezifische Ansätze erfordert. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren zählen die Beteiligung der Beschäftigten, das Ausbalancieren von Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Überführung der Ergebnisse in konkrete Maßnahmen. Eine gut gestaltete Arbeitsweise fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Leistungsfähigkeit und die organisationale Resilienz.

Auch Minderjährige können bei natürlicher Einsichts- und Steuerungsfähigkeit rechtswirksam 
in medizinische Maßnahmen einwilligen

Die Einwilligungsfähigkeit Minder­jähriger in der Arbeitsmedizin

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Im arbeitsmedizinischen Alltag kommt es vor, dass auch minderjährige Personen anlässlich der arbeitsmedizinischen Vorsorge, zum Zwecke der Durchführung von Schutzimpfungen oder auch bei Einstellungs- und Eignungsuntersuchungen vorstellig werden. Insbesondere in Bezug auf leichtinvasive Maßnahmen stellt sich allerdings für die Ärztin oder den Arzt dann immer die Fragestellung der Einwilligungsfähigkeit von Minderjährigen. Nachfolgender Beitrag erörtert diese Fragestellung in medizinrechtlicher Hinsicht.

Journal Information

Electronic ISSN
2363-4669

Print ISSN
0944-6052