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Neueste ASU-Artikel aus der Wissenschaft

Frau Prof. Dr. med. Monika A. Rieger auf dem Jubiläumssymposium des Instituts
Das IASV feierte seinen 60. Geburtstag

Leuchtturm für Prävention und gesunde Arbeit

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Nähe zur Praxis, Exzellenz in der Forschung – und Modell für die Zukunft: Das Jubiläumssymposium des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Versorgungsforschung (IASV) am Universitäts­klinikum Tübingen zeigte: Wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe Arbeitsmedizin bleibt für gesunde Beschäftigung entscheidend.

Risk of Hepatitis B Transmission by health care workers – a systematic review

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Ein systematisches Review untersuchte das Risiko der Übertragung von Hepatitis B von medizinischem Personal auf Patientinnen und Patienten sowie die Frage, inwieweit existierende nationale Leitlinien sich auf wissenschaftliche Evidenz stützen können

Abb. 1:    Veränderter Beratungsbedarf nach betrieblichen Akteuren
 
 Fig. 1: Changed consulting needs according to company stakeholders

Auswirkungen der Legalisierung von Cannabis auf die Arbeitswelt in Deutschland: Aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen aus arbeits- und betriebsmedizinischer Sicht

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Vor dem Hintergrund des seit April 2024 legalen Konsums von Cannabis zu Genusszwecken sollten die Auswirkungen des Cannabisgesetzes (CanG) auf den Berufsalltag in der Arbeits- und Betriebsmedizin untersucht, erste betriebliche Reaktionen dokumentiert sowie künftige Handlungsbedarfe identifiziert werden.

Abb. 1:   Schematische Übersicht eines typischen zirkadianen Rhythmus, wenn die Person üblicherweise zwischen 23 Uhr und 7 Uhr schläft; die genannten Zeiten sind geschätzte Richtwerte und können individuell variieren; CBTmin/max = daily minimum/maximum of the core body temperature rhythm (tägliches Minimum/Maximum des Körperkerntemperatur-Rhythmus) (Abbildung modifiziert nach Angaben aus Brown et al. 1997; Burgess et al. 2003; Burgess u. Eastman 2005; Cagnacci et al. 1996; Dijk et al. 1992; Eastman et al. 2000)
 
 Fig. 1: Schematic overview of a typical circadian rhythm, assuming the person usually sleeps between 
11 p.m. and 7 a.m.; the times given are estimated guidelines and may vary individually; CBTmin/max = daily minimum/maximum of the core body temperature rhythm (Figure modified from Brown et al. 1997; Burgess et al. 2003; Burgess and Eastman 2005; Cagnacci et al. 1996; Dijk et al. 1992; Eastman et al. 
2000)

Fatigue, Arbeitsbelastung und Gesundheitsrisiken bei Luftfahrzeugbesatzungen von (Ultra-)Langstreckenflügen – eine Übersichtsarbeit

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Hintergrund: Mit der Erholung des internationalen Luftverkehrs nach der COVID-19-Pandemie nehmen (Ultra-)Langstreckenflüge ((U)LR) mit Flugzeiten über 16 Stunden wieder zu. Diese Flüge stellen die Besatzungsmitglieder vor besondere arbeitsmedizinische Herausforderungen. Fatigue gilt dabei als zentraler Risikofaktor für Leistungseinbußen und gefährdet somit auch indirekt die Flugsicherheit.

Neueste ASU-Artikel aus der Praxis

Glückwünsche an ASU

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Das ASU-Team selbst gratuliert ASU und bedankt sich an dieser Stelle bei allen Autorinnen und Autoren, Redaktions- und Beiratsmitgliedern, Kooperations- und Verbandspartnern und natürlich allen Leserinnen und Lesern, ohne die es ASU nicht gäbe! Lassen wir unsere Leserinnen und Leser selbst zu Wort kommen:

Abb. 1:   Übergeordnete Struktur der Bundeswehr. Personalumfang der jeweils fünf militärischen (mil.) und zivilen (ziv.) Organisationsbereiche, der unmittelbar dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) unterstellten Dienststellen sowie der Truppen- und Territorialreserve mit Stand September 2025

Das InfektInfo Nr. 90: Ein wichtiger Baustein zum Schutz von Bundes­wehr­angehörigen vor durch Zecken ­übertragenen Krankheitserregern

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Mit derzeit rund 264.000 Angehörigen ist die Bundeswehr einer der größten Arbeitgeber Deutschlands. Aufgrund des Berufsbildes von Soldatinnen und Soldaten haben diese – aber auch eine nicht unerhebliche Anzahl an zivilen Bundeswehrangehörigen – ein erhöhtes Risiko, sich mit einer durch Zecken übertragenen Infektionskrankheit anzustecken. Im Rahmen der Prävention ist es eines der Ziele des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Bundeswehrangehörige über die von Zecken ausgehenden Risiken sowie effektive Schutzmaßnahmen zu informieren. In Kombination mit dem Merkblatt Zecken und einem Beitrag im Online-Magazin YNSIDE, stellt das hier vorgestellte ­InfektInfo Nr. 90 einen wichtigen Baustein des Kommunikationskonzepts zur Risikovermeidung dar.

„Prävention ist eine Investition in Menschen und Betriebe“

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Dr. Stephan Fasshauer ist neuer Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbandes der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Wir sprachen mit ihm über seine neue Auf­gabe, die Bedeutung von Prävention für Wirtschaft und Gesellschaft und die Rolle von Betriebsärztinnen und Betriebsärzten für Sicherheit und ­Gesundheit bei der Arbeit.

70 Jahre MAK-Kommission: Wegbereiter für gesunde Arbeitsplätze

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In diesem Jahr feiert die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, besser bekannt als MAK-Kommission, ihr 70-jähriges Bestehen. Ein beeindruckendes Jubiläum, das uns dazu einlädt, die essenzielle Arbeit dieser Institution zu würdigen, die seit sieben Jahrzehnten maßgeblich zur Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in Deutschland beiträgt. Die MAK-Kommission ist ein unverzichtbarer Pfeiler des Arbeitsschutzes. Ihre wissenschaftlich fundierten Empfehlungen und Grenzwerte für gesundheitsgefährdende Stoffe sind die Grundlage für Präventionsmaßnahmen und Schutzvorschriften in zahlreichen Branchen. Dies ist das Ergebnis der engagierten Arbeit von Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen – von der Toxikologie über die Arbeitsmedizin und Chemie bis hin zur Pathologie und Messtechnik.

Leistungsminderung am Arbeitsplatz als Folge sexueller Funktionsstörungen

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Schädigungen der für das Sexualleben wichtigen Nerven- und Gefäßstrukturen können zu Angstzuständen, Depressionen, sozialen Phobien sowie Einschränkungen des Selbstwertgefühls und der Identität führen und so die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz mindern. Dies belastet betroffene Patientinnen und Patienten wesentlich stärker als in der betriebsärztlichen Praxis wahrgenommen wird.

Abb. 1:    Zysturethrogramm einer gesunden Harnröhre mit Darstellung der anatomischen Abschnitte und Angabe der prozentualen Häufigkeit der Strikturen (mod. nach Tritschler et al. 2013a)

Harnröhrenstriktur

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Eine der Ursachen für Beschwerden beim Wasserlassen (Blasenfunktionsstörung) beim Mann sind Harnröhrenstrikturen. Sie können durch Reizungen und Verletzungen jeglicher Art verursacht werden. Typische Frühsymptome sind abgeschwächter, geteilter oder streuender Harnstrahl. Später können zum Beispiel Pollakisurie, Nykturie, oder verstärkter Harndrang auftreten. Diese Beschwerden führen mitunter zu erheblichen Beeinträchtigungen sowie zum Verlust von Arbeitsplatzmöglichkeiten.

Abb. 1:    Geschlechtsunabhängige Symptome bei Blasenschwäche (eigene Darstellung)

Störungen der Blasenfunktion – Tabu-Thema, auch für die Arbeitsmedizin?

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Blasenfunktionsstörungen haben ab dem 40. Lebensjahr eine Prävalenz von bis zu 40 %. Die vielfältige Ätiologie erfordert eine umfassende und qualifizierte Differenzialdiagnostik. Blasenfunktionsstörungen können zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität, einer geringeren Arbeitsleistung und erhöhten Fehlzeiten am Arbeitsplatz führen und erfordern gegebenenfalls eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes beziehungsweise eine Änderung der beruflichen Tätigkeit.

Bei durch Arbeits- oder Wegeunfall querschnittgelähmten Patientinnen und Patienten muss das Auftreten eines Harnblasenkarzinoms als Verschlimmerung gemeldet werden

Unfallbedingte Querschnittlähmung und Harnblasenkarzinom

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Das Harnblasenkarzinom ist bei Querschnittgelähmten eine seltene, aber typische Langzeitfolge. Diese kann unter Abwägung der in der Matrix angegebenen Kriterien als Unfallfolge anerkannt werden. Derzeit ist kein Screening zur Früherkennung möglich. Daher ist bei ungewöhnlichen Symptomen eine rasche Abklärung anzustreben.

Tabelle 1:   Erstmals anerkannte Fälle von BK-Nr. 4105 im Zeitraum 2020 bis 2024 (Gewerbliche Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand)

Das Mesotheliom der Tunica vaginalis des Hodens – eine präoperativ meist nicht gestellte Diagnose

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Mesotheliome im Bereich der Tunika vaginalis des Hodens, einer Ausstülpung des Bauchfells, sind meist histopathologische Zufallsbefunde bei ­Operationen, die unter Verdachtsdiagnosen wie Hydrozele, Spermatozele oder unklare Raumforderung im Skrotum durchgeführt wurden. Diese ­Tumoren, die auch unabhängig von anderen asbestbedingten Erkrankungen auftreten können, sollten in einem Zentrum mit Erfahrung in der Checkpoint-Inhibitor-Therapie von Mesotheliomen vorgestellt werden.

Tabelle 1:   Basis-MdE bei BK-bedingten Tumoren der ableitenden Harnwege ohne Rezidive oder Therapiefolgen (siehe Schöps 2025b)

Minderung der Erwerbsfähigkeit bei BK-bedingten Tumoren der harnableitenden Wege (insbesondere BK 1301, BK 1321)

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Die Basis-MdE bei BK-bedingten Tumoren der harnableitenden Wege (insbesondere BK 1301, BK 1321) berücksichtigt die durch die Tumorerkrankung bedingte nicht-pathologische Anpassungsleistung ­(psychoonkologische ­Komorbidität) bezogen auf Tumorstadium und histopathologisches Grading sowie kurzfristige, passagere Therapiefolgen, wie zum Beispiel Harnwegsinfektionen und Harnblasenfunktionsstörungen. Sie hat sich für die Einschätzung der MdE bei Tumoren der ableitenden Harnwege als qualifizierter Erfahrungssatz bewährt und vereinfacht das Verwaltungsverfahren.

Berufskrankheiten in der Urologie

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Berufskrankheiten (BK) betreffen auch die Urologie, wobei am häufigsten Tumoren der ableitenden Harnwege durch aromatische Amine (BK 1301) oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (BK 1321), Nierenzellkarzinome nach Exposition gegen Trichlorethylen (BK 1302) und Mesothe­liome der Tunica vaginalis testis nach Asbestexposition (BK 4105) auftreten. Diese Tumoren können bei entsprechender, ausreichend hoher beruflicher Exposition als Berufskrankheit anerkannt und entschädigt werden.

Tabelle 1:   Urologische Erkrankungen, die bei Berufskrankheiten oder als Unfallfolge auftreten können

Berufskrankheiten und Unfallfolgen im Fachgebiet Urologie

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Urologie und Arbeitsmedizin haben eine Reihe von Berührungspunkten. In einer großen Tabelle wird im Folgenden für die Betriebsärztin und den Betriebsarzt ein kompakter Überblick gegeben. Zudem wird gegebenenfalls auf eigene Beiträge beziehungsweise eine Übersichtsarbeit in diesem Heft verwiesen. Ergänzend wird praxisrelevante Literatur zitiert.

Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin

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Die AG Next Generation der Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) beschäftigt sich mit Zukunftsthemen der Arbeitsmedizin und kümmert sich um die Nachwuchsförderung. Die ASU-Reihe „Next Generation“ gibt einen Einblick in die AG-Arbeit, indem zentrale Themen und Projekte vorgestellt werden. Mitglieder sowie Expertinnen und Experten schildern ihre Erfahrungen und präsentieren Ideen und Lösungsansätze.

Neues zum Impfen – aus Theorie und Praxis 2025 (in Kooperation mit der DGAUM)

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ASU-Webinar: Neues zum Impfen – aus Theorie und Praxis 2025 (in Kooperation mit der DGAUM) vom 30.04.2025

Tabelle 1:   Liste der fünfzehn größten deutschen Flughäfen mit Linienverkehr

Arbeitsplatz Flughafen – eine ­Kleinstadt mit vielen verschiedenen Berufsgruppen

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Flughäfen stellen häufig „Kleinstädte“ mit mehreren tausend Arbeitsplätzen dar. Je nach Flugbetriebszeiten sind Schicht- und teilweise Nachtarbeit, die Regel. Hohe Passagieraufkommen und dabei entstehender Zeitdruck, internationale Kontakte und hohe Sicherheitsstandards prägen die unterschiedlichen Arbeitsplätze von Pilotinnen und Piloten, Flugbegleiterinnen und -begleitern beziehungsweise Kabinenpersonal, Technikerinnen und Techniker sowie Wartungs-, Luftverkehrskontroll- und Bodenpersonal.

Journal Information

Electronic ISSN
2363-4669

Print ISSN
0944-6052